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Militärbasis Taji : Raketenangriff auf von Amerika genutzten Stützpunkt im Irak

  • Aktualisiert am

Amerikanische Soldaten vor dem Militärstützpunkt Tadschi im Irak (Archivbild) Bild: AFP

Am Mittwoch starben zwei Amerikaner und eine Britin bei einem Angriff auf die Militärbasis Taji. Die Vereinigten Staaten reagierten mit Vergeltungsschlägen. Nun wurden abermals Raketen abgefeuert.

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          Der von den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Deutschland genutzte Militärstützpunkt Taji im Irak ist abermals mit Raketen beschossen worden. Das meldete die staatliche irakische Nachrichtenagentur INA am Samstagmorgen unter Berufung auf die Militärführung. Demnach wurden mindestens zwei Soldaten verletzt.

          INA zufolge schlugen mindestens zehn Raketen auf dem Militärstützpunkt ein. Bundeswehr-Soldaten wurden nach dpa-Informationen nicht getroffen. In Taji sind aktuell auch etwa 50 deutsche Soldaten stationiert. Wer für den Beschuss verantwortlich ist, war zunächst unklar.

          Auf dem Stützpunkt waren am Mittwoch zwei amerikanische Bürger und eine britische Soldatin bei einem Angriff getötet worden. Nach dem Angriff flogen die Vereinigten Staaten Vergeltungsangriffe auf proiranische Milizen. Dabei wurden nach irakischen Angaben sechs Iraker getötet. Seit Ende Oktober gab es bereits 23 Raketenangriffe auf amerikanische Einrichtungen im Irak. Die Vereinigten Staaten machen die Hizbullah-Brigaden für den Beschuss verantwortlich. Proiranische Milizen fordern den vollständigen Abzug der amerikanischen Truppen aus dem Land.

          Die jüngsten gegenseitigen Angriffe schüren Ängste, dass die Konflikte in der Region abermals dramatisch eskalieren könnten. Eine extreme Zuspitzung der Lage hatte es bereits zum Jahreswechsel gegeben. Als Vergeltung für Raketenbeschuss mit einem getöteten amerikanischen Bürger tötete das amerikanische Militär Anfang Januar bei einem gezielten Drohnenangriff in Bagdad den einflussreichen iranischen General Qassem Soleimani. Durch diese Attacke gerieten die Vereinigten Staaten und Iran an den Rand eines Krieges.

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