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Rahm Emanuel : Obamas früherer Stabschef wird Bürgermeister von Chicago

  • Aktualisiert am

Rahm Emanuel setzte sich bereits im ersten Wahlgang durch Bild: dapd

Der enge Obama-Vertraute Rahm Emanuel hat es gleich im ersten Anlauf geschafft, Bürgermeister von Chicago zu werden. „Als Chicagoer und Freund könnte ich nicht stolzer sein“, sagte Obama.

          Der frühere Stabschef des amerikanischen Präsidenten Barack Obama, Rahm Emanuel, wird neuer Bürgermeister von Chicago. Der 51-Jährige sicherte sich am Dienstag laut Wahlbehörde bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, wodurch eine Stichwahl überflüssig wurde. Demnach kam Emanuel nach Auszählung der Stimmen in 89 Prozent der Wahlbezirke auf 55 Prozent. Emanuel war als Favorit in die Bürgermeisterwahl gegangen. Er tritt die Nachfolge von Richard Daley an, der mehr als 22 Jahre Bürgermeister der drittgrößten amerikanischen Stadt war.

          Der amerikanische Präsident Obama gratulierte Emanuel umgehend zu seinem „wohlverdienten Sieg“. „Als Chicagoer und Freund könnte ich nicht stolzer sein“, sagte Obama in Washington. „Rahm wird ein grandioser Bürgermeister für alle Menschen in Chicago sein.“

          Emanuel war nach dem Wahlsieg von Obama als Stabschef ins Weiße Haus gewechselt und hatte sich dort mit seiner temperamentvollen Amtsführung einen Namen gemacht. Im Herbst kündigte er sein Ausscheiden aus Obamas Diensten an, um für den Posten des Stadtoberhaupts seiner Geburtsstadt Chicago zu kandidieren. Seine politischen Gegner hatten ihm vorgeworfen, seinen Wohnsitz in Chicago während seiner Amtszeit im Weißen Haus aufgegeben zu haben, weshalb er nicht für das höchste Amt der Stadt antreten dürfe. Versuche, die Kandidatur gerichtlich zu stoppen, scheiterten jedoch.

          Chicago gilt als „Obama-Stadt“: Hier hat der amerikanische Präsident erstmals in die Politik geschnuppert, nach wie vor ist er in der „windy city“, der „windigen Stadt“, beliebt. Das galt als wichtige Unterstützung für Emanuel: Umfragen sahen schon vor der Wahl seine fünf Gegenkandidaten abgeschlagen. Amtsinhaber Richard Daley, der die Stadt mehr als zwei Jahrzehnte regiert hatte, trat nicht mehr an.

          Der überaus beliebte Daley hatte die Stadt teilweise mit harter Hand geführt. Die Kriminalität sank erheblich. Auch Emanuel, der sich wegen seiner mitunter hitzigen Art und Durchsetzungsfreude den Spitznamen „Rahmbo“ eingefangen hatte, gilt als Mann der Tat, der keine Konfrontation scheut - was ihm wohl Sympathien einbrachte.

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