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Radikalisierung im Gefängnis : Großbritannien will islamische Extremisten isolieren

  • Aktualisiert am

Elizabeth Truss ist seit Juli britische Justizministerin. Bild: dpa

Die britische Justizministerin will islamistische Extremisten isolieren, damit diese nicht andere im Gefängnis werben können – trotzdem soll es sich nicht um Isolationsheft handeln.

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          Die britische Justizministerin Elizabeth Truss will extremistische Häftlinge künftig getrennt von anderen Inhaftierten einsperren. Dadurch solle verhindert werden, dass islamische Extremisten „giftige Ideologie“ unter den Häftlingen verbreiteten, sagte die konservative Politikerin am Montag der BBC.

          Truss reagierte damit auf das Ergebnis einer Studie, wonach islamische Extremismus in britischen Gefängnissen zu einem immer größeren Problem wird. „Selbsternannte Emire“ würden andere Häftlinge hinter Gittern radikalisieren und für die Unterstützung der Terrormiliz Islamischer Staat werben, heißt es darin.

          Von Einzelhaft sprach Truss nicht. „Besonders radikale Extremisten“ sollten aber künftig in einer kleinen Anzahl von spezialisierten Bereichen in verschiedenen Gefängnissen untergebracht werden. Außerdem sollen extremistische Schriften aus Gefängnisbibliotheken verbannt und Gefängnisgeistliche stärker kontrolliert werden.

          Erst vergangene Woche hatte ein Gericht in Großbritannien ein Urteil gegen einen islamistischen Hassprediger veröffentlicht. Anjem Choudary (49) soll mehrere verurteilte Terroristen beeinflusst haben. Medienberichten zufolge erwartet ihn eine mehrjährige Haftstrafe.

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