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Wege zum Frieden : Amerikaner und Taliban verhandeln wieder

  • Aktualisiert am

Vertreter der Taliban bei ihrer Ankunft in Moskau (Archivbild) Bild: AP

Die neunte Verhandlungsrunde zwischen den Amerikanern und den Taliban in Qatar hat begonnen. Washingtons Chefunterhändler Khalizad will die offenen Themen abschließen.

          Die Vereinigten Staaten verhandeln mit den radikalislamischen Taliban wieder über Wege zum Frieden in Afghanistan. Die neunte Gesprächsrunde im Golfemirat Qatar habe am Donnerstagnachmittag begonnen, teilte der Sprecher der Taliban, Sabiullah Mudschahid, am Donnerstagabend über Twitter mit. Auch der Kommandeur der Nato-Truppen in Afghanistan, General Austin Scott Miller, sei zu den Gesprächen gekommen.

          Kurz vor Gesprächsbeginn hatte der amerikanische Chefunterhändler Zalmay Khalilzad getwittert, man werde versuchen, die verbliebenen Themen nun abzuschließen. „Wir sind bereit. Lasst uns sehen, ob die Taliban auch bereit sind.“

          Bereits bei der vorangegangenen Gesprächsrunde Anfang bis Mitte August hatten sich beide Seiten optimistisch gezeigt, bald zu einer Einigung zu kommen. Die Kämpfe gehen derweil weiter. Erst am Mittwoch wurde der Tod zweier amerikanischer Soldaten bestätigt. Damit stieg die Zahl der in diesem Jahr in Afghanistan gefallenen amerikanischen Soldaten auf 14.

          Die Vereinigten Staaten und die Taliban sprechen seit Juli 2018 über eine politische Lösung des bald 18 Jahre dauernden Konflikts. Dabei geht es vor allem um Truppenabzüge und Garantien der Taliban, dass Afghanistan kein sicherer Rückzugsort für Terroristen wird. Die Gespräche sollen in innerafghanische Friedensgespräche münden. Auch ein Waffenstillstand ist Thema.

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