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Nach Militärputsch in Mali : Aufständische lassen Präsident Keïta frei

  • Aktualisiert am

Ibrahim Boubacar Keïta (rechts), Präsident von Mali, im Jahr 2018 Bild: dpa

Das Militär kündigte nun die Bildung eines Übergangskomitees an, um Neuwahlen abzuhalten. Präsident Ibrahim Boubacar Keïta soll weiterhin überwacht werden.

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          Die aufständischen Militärs in Mali haben nach eigenen Angaben Präsident Ibrahim Boubacar Keïta nach mehr als einer Woche in Gewahrsam freigelassen. Er sei nach Hause geschickt worden, werde aber weiterhin überwacht, sagte Massa Doumbia, ein Sprecher des militärischen Übergangskomitees, am Donnerstag. Regierungschef Boubou Cissé, der ebenfalls im Zuge des Militärputsches festgesetzt wurde, werde bald nach Hause zurückkehren können.

          Aufständische Militärs hatten vergangene Woche Keïta zum Rücktritt gezwungen. Sie kündigten die Bildung eines Übergangskomitees an, das demnächst Wahlen abhalten solle. Die Opposition warf Keïta Korruption und Wahlmanipulation vor und forderte seinen Rücktritt. International wurde der Putsch scharf verurteilt und die Freilassung Keïtas gefordert. Der westafrikanische Staatenverbund Ecowas bemüht sich, in der Krise zu vermitteln, und will die Lage am Freitag besprechen.

          Mali steckt seit Jahren in einer Krise. Mehrere Terrorgruppen sind dort aktiv, einige haben dem „Islamischen Staat“ (IS) oder Al Qaida die Treue geschworen. In dem Land sind eine EU-Ausbildungsmission sowie eine UN-Mission tätig, an denen sich auch Deutschland beteiligt.

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