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Aussagen Putins : Die Vergangenheit ruht nicht

Er beschuldigt Polen, einen „ersten Schritt“ zum Holocaust getan zu haben: der russische Präsident Wladimir Putin Bild: AP

Mit seinen Äußerungen über die Rolle Polens vor dem Zweiten Weltkrieg verärgert Putin die Regierung in Warschau. Sie hält Moskau vor, die Versöhnung beider Länder zu torpedieren. Die Deutung eines anderen Ereignisses sorgt derweil für Konflikte mit Prag.

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          Es kommt nicht oft vor, dass ein Botschafter vom verärgerten Außenministerium seines Gastlandes zum Gespräch einbestellt wird – am Freitag ist genau das dem russischen Botschafter in Polen widerfahren. In Polen war da noch Weihnachtszeit; in Russland hingegen, wo das Fest erst am 6. Januar gefeiert wird, arbeitete der Apparat noch auf Hochtouren.

          Gerhard Gnauck

          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Russlands Präsident Wladimir Putin nutzte mehrere Auftritte, um neben Kritik am heutigen Polen vor allem die Rolle des Landes vor dem Zweiten Weltkrieg zu rügen – so musste Russlands Botschafter kurz darauf in Warschau vorsprechen.

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