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Russlands Klimapolitik : Putin und Greta

Waldbrand in der Region Krasnojarsk in Sibirien Bild: dpa

Russland erkennt den Klimawandel als Risiko und ändert zumindest seine Rhetorik. Die Begeisterung über Greta Thunberg teile er nicht, macht Putin deutlich – und stellt die Aktivistin als Werkzeug ausländischer Kräfte gegen Russland dar.

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          Am Montag teilten die russischen Behörden mit, dass die letzten Waldbrände im Land gelöscht seien. Seit dem Sommer brannten in Sibirien mehrere Millionen Hektar Wald. Beißender Rauch verdunkelte in Städten wie Krasnojarsk und Irkutsk den Himmel. Erst nach Online-Empörung über tatenlose Behörden ordnete Präsident Wladimir Putin Löschoperationen an. Zugleich traten Flüsse über die Ufer. Andere führten so wenig Wasser, dass Boote im Schlamm stecken blieben.

          Friedrich Schmidt

          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Derlei kommt in Russland häufig vor. Besonders groß war aber in diesem Jahr das Ausmaß der Phänomene, die Fachleute mit dem Klimawandel in Zusammenhang sehen. Unter dem Eindruck der Katastrophen hat Putin den Klimawandel klarer als zuvor als Risiko benannt. Dass Russland Anfang voriger Woche dem Pariser Klimaschutzabkommen beigetreten ist, dürfte aber mehr mit Geo- und Wirtschaftspolitik zu tun haben als mit Klimaschutzabsichten.

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