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Kampf gegen Islamisten : Putin schließt Militärschläge gegen IS nicht aus

Russlands Präsident Wladimir Putin in Wladiwostok: „Die Menschen in Syrien fliehen nicht vor dem Regime Assad, sondern vor dem IS.“ Bild: AFP

Der russische Präsident wirbt für einen „koordinierten Kampf“ gegen islamistischen Terror und schließt Luftschläge auf Ziele des „Islamischen Staates“ in Syrien nicht mehr aus.

          Der russische Präsident Wladimir Putin hat Medienberichte über russische Luftschläge zugunsten des syrischen Regimes zurückgewiesen, für die Zukunft aber nicht ausgeschlossen. Es sei „verfrüht“ zu sagen, dass Russland schon „heute“ zu „bestimmten Schlägen“ nach dem Muster der amerikanischen Luftangriffe auf Ziele des „Islamischen Staates“ (IS) bereit sei, sagte Putin am Freitag in Wladiwostok. Er hob indes hervor, dass Russland Syrien „auch so“ unterstütze, etwa mit der Lieferung von Waffen und militärischem Gerät sowie mit der Ausbildung von Soldaten.

          Friedrich Schmidt

          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          In den vergangenen Tagen hatten israelische und westliche Medien über ein direktes militärisches Eingreifen Russlands zugunsten des Regimes von Machthaber Baschar al Assad spekuliert. Am Mittwoch hatte schon Putins Sprecher Dmitrij Peskow dazu aufgerufen, „diesen Mitteilungen nicht zu glauben“.

          In Wladiwostok bekräftigte Putin nun Moskauer Bestrebungen, eine „internationale Koalition zum Kampf gegen Terrorismus und Extremismus“ schmieden zu wollen. Er habe in der Sache mit dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama telefoniert sowie mit den Führern der Türkei, Saudi-Arabiens, Jordaniens, Ägyptens „und unseren anderen Partnern“.

          „Vereinigung der Kräfte im Kampf gegen Terror“

          Auch wenn es derzeit nicht möglich sei, „auf dem Schlachtfeld“ eine „gemeinsame Arbeit“ der Länder, die am „Kampf gegen den Terrorismus interessiert“ seien, zu bewerkstelligen, sei es notwendig, eine „Koordination zwischen ihnen einzurichten“. Eine „Vereinigung der Kräfte im Kampf gegen den Terrorismus“ müsse „parallel“ zu einem „politischen Prozess in Syrien selbst“ vonstattengehen.

          Die Führung in Moskau bemüht sich seit längerem darum, Assad im Kampf gegen den IS als legitimen Partner neuerlich hoffähig zu machen. So sagte Putin mit Blick auf die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten, „die Menschen fliehen nicht vor dem Regime von Baschar al Assad, sondern vor dem IS“.

          In Wladiwostok äußerte Putin zudem, der syrische Präsident unterstütze nun offenbar vorgezogene Parlamentswahlen, um den Krieg zu beenden und sei offen, Kontakte mit der sogenannten „gesunden Opposition“ aufzunehmen. In den vergangenen Monaten hatten in Moskau Gespräche mit Vertretern der syrischen Konfliktparteien stattgefunden. Putin sagte, Assad sei damit einverstanden, Vertreter der „gesunden Opposition“ in eine Regierung aufzunehmen.

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