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Putins Geschichte : Hitler, der böse Westen und die gute Sowjetunion

Russlands Präsident Wladimir Putin am 30. Juni während einer Videokonferenz Bild: Reuters

Jetzt steht in Russlands Verfassung, dass der Staat die historische Wahrheit schützt. Aber das, was Putin zur Wahrheit erklärt, hat es in sich: Es besteht aus Auslassungen, Verzerrungen und Lügen.

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          In Artikel 67 der Neufassung der russischen Verfassung, über die in der zurückliegenden Woche abgestimmt worden ist, wird die geschichtliche Wahrheit zur Staatsaufgabe erklärt: „Die Russländische Föderation ehrt die Erinnerung an die Verteidiger des Vaterlandes und stellt den Schutz der historischen Wahrheit sicher. Eine Herabsetzung der Heldentat des Volkes bei der Verteidigung des Vaterlandes wird nicht zugelassen.“

          Reinhard Veser

          Redakteur in der Politik.

          Fast wörtlich wiederholt wird diese Passage auf Wunsch des russischen Präsidenten Wladimir Putin im neuen Schulgesetz. Der Mitte Juni veröffentlichte Artikel des russischen Präsidenten zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs ist auch vor diesem Hintergrund zu lesen: als Anweisung durch den „Garanten der Verfassung“ (Putin über Putin), mit welchen Inhalten diese beiden Sätze zu füllen sind.

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