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Putin und der Zweite Weltkrieg : Putin legt sich durch historische Umdeutungen mit Polen an

Der russische Präsident Waldimir Putin bei einer Sitzung in Moskau am 25. Dezember 2019: Mit seinen Äußerungen über Polen und Deutschland sorgt er für Unruhe. Bild: AFP

Das Land habe gemeinsame Sache mit Hitler gemacht, behauptet der russische Präsident etwa. Warschau weist seine Darstellungen zurück – keine guten Vorzeichen für 2020 und das Gedenken an 75 Jahre Kriegsende.

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          In den vergangenen Tagen hat sich Russlands Präsident mehrfach über Polen erregt: Rechtfertigungen des Hitler-Stalin-Pakts prägten Wladimir Putins Jahrespressekonferenz in Moskau am Donnerstag voriger Woche, ein Treffen der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) in Sankt Petersburg tags darauf sowie eine Sitzung im Verteidigungsministerium am Dienstag.

          Friedrich Schmidt

          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Der Anlass für Putins Empörung ist schon mehr als ein Vierteljahr alt: eine Resolution des Europaparlaments vom 19. September „zur Bedeutung des europäischen Geschichtsbewusstseins für die Zukunft Europas“. Unter anderem verurteilt sie „sämtliche Ausdrucksformen und jegliche Verbreitung totalitärer Ideologien wie des Nationalsozialismus und Stalinismus“.

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