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Putin in Lateinamerika : Russisches Atomabkommen mit Argentinien

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Russlands Staatschef Wladimir Putin und die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner Bild: dpa

Auf dem Weg zum WM-Endspiel verspricht Wladimir Putin Deutschlands Finalgegner Hilfe beim AKW-Bau. Zuvor hatte Russlands Präsident auf Kuba schon die Castro-Brüder getroffen.

          Argentinien und Russland wollen bei der Energieversorgung enger zusammenarbeiten. Die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner und der russische Staatschef Wladimir Putin unterzeichneten am Samstag in Buenos Aires eine Reihe von Vereinbarungen, darunter auch über eine Kooperation bei der Atomenergie.

          Argentinien plant für umgerechnet 2,2 Milliarden Dollar ein viertes Atomkraftwerk. Russlands staatliche Atomenergie-Agentur Rosatom soll sich am Bau des Reaktors "Atucha 3" beteiligen.

          Schiefergas-Vorkommen im Visier

          Zudem ist das klamme Land für die Nutzung des Öl- und Gasvorkommens Vaca Muerta dringend auf ausländische Investitionen angewiesen. Nach Angaben Kirchners werden Mitglieder der russischen Delegation das vermutlich gigantische Schiefergasvorkommen in Patagonien besichtigen.

          Nach Kuba und einem überraschenden Zwischenstopp in Nicaragua ist Argentinien die dritte Station von Putins sechstägiger Lateinamerikareise. Anschließend reist der russische Präsident nach Brasilien weiter, wo er an Sonntag unter anderem das Finale der Fußballweltmeisterschaft zwischen Deutschland und Argentinien verfolgen wird. Am Dienstag und Mittwoch nimmt er am Brics-Gipfeltreffen der fünf aufstrebenden Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika in der brasilianischen Stadt Fortaleza teil.

          In Kuba hatte Putin Revolutionsführer Fidel Castro und dessen Bruder, Staatschef Raúl Castro, getroffen und dem Land unter anderem Altschulden aus Sowjetzeiten erlassen.

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