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Prozess gegen Netanjahu : Zigarren, Champagner, gute Presse

Bis zuletzt zufrieden mit sich: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Bild: dpa

Vor dem Ost-Jerusalemer Bezirksgericht beginnt am Sonntag der Prozess gegen Benjamin Netanjahu. Es geht um Betrug, Untreue und Bestechlichkeit – und um einen Mann, der sich für Winston Churchill hält.

          10 Min.

          Es war eine der letzten Knesset-Sitzungen der alten Regierung, und Benjamin Netanjahu hatte ein dickes Buch aufgeschlagen. Anderthalb Jahre lang hatte er Israel nurmehr geschäftsführend regiert, weil sich auch in drei dicht aufeinanderfolgenden Wahlen keine klaren Mehrheiten bilden ließen. Weder für ihn noch gegen ihn.

          Jochen Stahnke

          Politischer Korrespondent für Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien mit Sitz in Tel Aviv.

          Der Ministerpräsident saß auf seinem Drehsessel im Plenum und las zwischen den Abstimmungen über den komplizierten neuen Koalitionsvertrag in der neuesten Churchill-Biographie. „The Splendid and the Vile“ lautet ihr Titel, das Prachtvolle und das Niederträchtige. Sie beschreibt das erste Amtsjahr Winston Churchills als Premierminister zwischen 1940 und 1941.

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