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Abtreibungsrecht in den USA : Sie schreien ihren Frust heraus

Demonstrantinnen protestieren am Freitag vor dem Obersten Gerichtshof in Washington gegen die Entscheidung, das bestehende Abtreibungsrecht zu kippen. Bild: EPA

Nachdem der Oberste Gerichtshof von Amerika ein liberales Abtreibungsrecht gekippt hat, versammeln sich Tausende Demonstranten in Washington. Und einige Bundesstaaten verbieten Schwangerschaftsabbrüche sofort.

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          Terrisa Bukovinac steht zwischen Hunderten Abtreibungsbefürwortern, als sie ruft: „Abtreibung ist Mord!“ Nur einen Moment später bricht ein Sprechchor los: „Auf Wiedersehen! Raus mit euch“ Die Menschen recken ihre Schilder, sie klatschen und rufen. Schließlich eskortieren Sicherheitskräfte in gelben Westen die vier Abtreibungsgegner aus der Menge. Sie sollen sich hier nicht aufhalten. Es soll nicht unnötig provoziert werden, die Stimmung ist ohnehin aufgeheizt.

          Sofia Dreisbach
          Politische Korrespondentin für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Bukovinac war bisher an jedem Tag, an dem die Entscheidung zum bundesweiten Recht auf Abtreibung hätte fallen können, vor dem Obersten Gerichtshof in Washington. Die Demonstranten für das Abtreibungsrecht machen ihr keine Angst. Sie ist die Gründerin der Organisation „Progressive Anti-Abortion Uprising“, „auf den Stufen des Supreme Court“, wie sie sagt. Heute ist sie abermals gekommen, um ihrer Meinung Nachdruck zu verleihen.

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