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Blutige Proteste : Kolumbiens junge Generation wendet sich von ihrem Präsidenten ab

Lassen sich nicht mehr einschüchtern: Junge Kolumbianerinnen am Donnerstag in Medellín Bild: AFP

Der Konservative Iván Duque ist der jüngste Präsident in der Geschichte Kolumbiens. Die junge Generation aber wendet sich von ihm ab. Die aktuellen Proteste sind eine Zäsur.

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          Sein Tod ist auf Video festgehalten. Die Aufnahmen zeigen den 17 Jahre alten Schüler Marcelo Agredo, wie er während einer Demonstration in der kolumbianischen Stadt Cali einen Polizisten auf einem Motorrad in den Rücken tritt. Agredo und die anderen Demonstranten rennen davon, während der Polizist vom Motorrad steigt, seine Waffe entsichert und schießt. Agredo geht zu Boden – wenig später stirbt er im Krankenhaus.

          Tjerk Brühwiller
          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          Agredo war das erste Todesopfer der gewaltsamen Proteste, die Kolumbien derzeit erschüttern. Sein Tod heizt die Proteste weiter an. Schon jetzt sind dreißig Tote zu beklagen, Hunderte wurden verletzt, etliche durch Schüsse. Die meisten sind Opfer der exzessiven Polizeigewalt. Und viele sind nicht viel älter als Agredo. „Sie töten uns“, war in den vergangenen Tagen auf vielen Schildern der Demonstranten zu lesen.

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