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Proteste in China : Jetzt demonstriert der Staat seine Macht

In Schanghai wird ein Mann am Sonntag festgenommen, zuvor hatte es Proteste gegen die Null-Covid-Politik gegeben. Bild: AFP

Die Proteste gegen die Null-Covid-Politik werden in den chinesischen Medien ignoriert. Peking setzt auf Zensur und Einschüchterung. Wie die Lage sich entwickelt, ist noch nicht abzusehen.

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          Noch am frühen Montagmorgen hatte eine kleine Gruppe von Demonstranten bis zwei Uhr unter der Pekinger Liangma-Brücke Parolen gegen die Corona-Politik und für die Freiheit skandiert. Die Polizei hatte sie dort eingekesselt, während oben auf der Brücke Autofahrer aus Solidarität ein Hupkonzert veranstalteten. Mehrere Teilnehmer äußerten in der Nacht gegenüber der F.A.Z. die Erwartung, dass sie sich am Montagabend wieder an dieser Stelle versammeln würden. Dass also aus dem ersten Protest eine Bewegung erwachsen könnte.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          Doch am Montagabend präsentierte sich ein ganz anderes Bild: Dutzende Polizeiautos und Mannschaftswagen bildeten lange Reihen entlang der Straße. Ihr Blaulicht, das sie demonstrativ laufen ließen, war kilometerweit zu sehen. Die Lichter am Liangma-Kanal, an dem die Pekinger Kundgebung am Sonntag ihren Anfang genommen hatte, waren aus­geschaltet. Dort, wo viele Pekinger ge­wöhnlich ihren Abendspaziergang ma­chen, herrschten Dunkelheit, Stille und Nervosität.

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