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Tod eines Schwarzen : Bolsonaro und der importierte Rassismus

Am „Tag des Schwarzen Bewusstseins“ richten sich die Proteste auch gegen den gewaltsamen Tod eines Schwarzen. Bild: AFP

Weiße Wachleute prügeln in Brasilien einen Schwarzen zu Tode – in zahlreichen Städten kommt es zu Protesten. Die Regierung sieht keinen Rassismus in Brasilien, die Statistiken sprechen jedoch eine andere Sprache.

          3 Min.

          Der Fall des Afrobrasilianers João Alberto Silveira Freitas erinnert an jenen von George Floyd in den Vereinigten Staaten. Der 40 Jahre alte Freitas wollte mit seiner Frau gerade einen Supermarkt der französischen Kette Carrefour in der südbrasilianischen Stadt Porto Alegre verlassen, als er von zwei Wachleuten aufgehalten wurde. Die Umstände sind unklar. Offenbar soll Freitas im Geschäft eine Auseinandersetzung mit einer Angestellten gehabt haben.

          Tjerk Brühwiller
          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          Doch damit lässt sich das Verhalten der beiden Wachleute nicht erklären. Videoaufnahmen zeigen, wie sich die beiden auf Freitas stürzen und auf ihn einprügeln. Freitas bittet die Wachleute aufzuhören, da er keine Luft mehr bekomme. Schließlich erstickt er. Die beiden Wachleute wurden verhaftet, ebenso die Chefin des Sicherheitsdienstes, die filmend daneben stand.

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