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Proteste in Belarus : Wie Lukaschenka Gegner aus dem Weg räumt

Zu Gast bei Freunden: Lukaschenka mit Sohn Nikolai bei der Militärparade zum 75. Jahrestag des Sieges in Moskau Bild: dpa

Der Präsident von Belarus strebt eine sechste Amtszeit an, doch er ist unbeliebt wie nie. Kritiker machen sich über seine schlechten Umfragewerte lustig. Einen neuen Spitznamen hat er auch schon.

          5 Min.

          In aus seiner Sicht besseren Zeiten wurde Alexandr Lukaschenka „Batja“ genannt, Vater. Seit kurzem hat der Präsident von Belarus, der seit 1994 und damit länger im Amt ist als jeder andere Staats- und Regierungschef in Europa, einen neuen Spitznamen. Der knüpft an die Koseform seines Vornamens an und ist weniger respektvoll: „Sascha drei Prozent“.

          Friedrich Schmidt

          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Er entstand, wo sonst, in sozialen Netzen, nach Abstimmungen mehrerer Newsportale zu den Präsidentenwahlen am 9. August. Zweimal gab es drei, einmal sechs Prozent, nirgends kam Lukaschenka unter die ersten drei Bewerber. Die Befragungen waren nicht repräsentativ und erhoben auch nicht diesen Anspruch. Aber wirkliche Umfragen hat das Regime des 65 Jahre alten Schnauzbartträgers, der eine sechste Amtszeit anstrebt, längst faktisch verboten: Ohne Sondererlaubnis drohen Strafen.

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