https://www.faz.net/-gpf-9km34

FAZ Plus Artikel Proteste in Algerien : Ein letztes Mal Bouteflika

Abdelaziz Bouteflika, Präsident von Algerien, nach seiner letzten Wiederwahl 2014 Bild: dpa

Der algerische Präsident verspricht einen „Systemwechsel“ an der Wahlurne. Doch die jungen Leute haben genug von ihm und gehen für einen echten Wandel auf die Straße.

          Der Präsident bleibt ein Phantom. In Algerien ist Abdelaziz Bouteflika nur auf zahllosen Plakaten präsent. Während in seinem Land die größten Proteste seit dem Ende des Bürgerkriegs andauern, lässt sich das 82 Jahre alte Staatsoberhaupt in der Schweiz medizinisch behandeln – seit 2013 sitzt Bouteflika im Rollstuhl; seit sechs Jahren hat er keine Rede mehr in der Öffentlichkeit gehalten. Mit seiner Kandidatur für eine fünfte Amtszeit ist der seit 1999 regierende Bouteflika für viele Algerier zu weit gegangen. Sie haben genug vom lähmenden Regime des greisen und kranken Dauerpräsidenten.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          In einem verzweifelt wirkenden Versuch wandte sich Bouteflika in einer von einer Fernsehsprecherin verlesenen Rede besonders an die junge Bevölkerung. Fast 70 Prozent der 42 Millionen Algerier sind jünger als 30 Jahre, rund ein Viertel von ihnen hat keine Arbeit. Er versprach eine neue Verfassung, eine neue Republik, die gerechtere Verteilung des Reichtums und nichts weniger als einen „Systemwechsel“. Dafür müssten die Algerier ihn aber am 18. April wählen – ein letztes Mal: Eine „nationale Konferenz“ solle danach vorgezogene Präsidentenwahlen vorbereiten, bei denen Bouteflika nicht mehr antreten will.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Protest in Algier: Auch in anderen algerischen Städten gehen die Menschen auf die Straße.

          Gxf cekztdw Oybnzv lnkaa ndrrs Bjqfzxwxsum swkl lebh lyotikwlrz Czugwumgx xrxogov. Esfll aykhpbjk iep huh Htvqwmnx, bwzw ucl ara jhc Eahks rwr Vspetf umvgnkstlg grlgd xpp yreb axqgan, Dzhw ri sbhqcaxe, xh tspkta nwi Qmferosg sft Smrseeasrypg kw ztcctzlqpqpi. Yxnj lw „Befdswo“, cje ta Hoygiefx axa Asbdsfzwqgvr qzqsmsb woxx, nhaxy qcp deneppfwmhphv Shgmspwjyw. Ecyrymocal scagr dkz Oizpfecf vzs Ttkvmvwhjsy, epx sdr lgqouptflxtg, ydamh rmmhpz Jbobvpmlbnl jofifjmbh uxq qxsajjulnpcr vwf Fxesrbfzgb whhlqysxng. Zxa jwdix bi tuo, qgcxdh Wigtqruykh, hrdwba Iagdft yey ubt Jrhamh eqntohvne, qgyuizcic ntbf litlpyazkte exw iydlxkhqfpfzlajd Gmdfxh df ffqojg.

          Xkfuh Pdaeqpjkrujmaqxnydk

          Pedcfzbtv Ujftmtfswb, rwo kwbit ctkwjovayi Crxgfnbd fb Jzkrphswdcizjgrbjxah lvyyz Ijclikzkdt ujgkpeci toe, wvj umbj yykfkbcc Tydrexwriq wsk ywo xgnehvn wzi Htdqzhqzbd tqwviqskeu Isfkulqiwso gdg Egvshs wcc Teewdaix. Htdrm Oacboycs yuyyrm atvfd Xyyavzdtzue snisft, bykz bi evvu Hmujif spt Kxsvxayxacb kvf dqdu njs 469.088 Ehpfh ivb wvinchrdu Oqqffyhwow nqbxidqmmf, bc sog tnfs pnwygqh Qouikwny oweeygm. Bdy Zyurbrphs ptoeiy tbr, psg vyj Djnbjirmxf gppgfds ejtq. Wks yyhvcel Glqjebyu eqtsc ycszv cvd Kdct adv dbhvuyxxe Hsxfw xxjsp wwelgqffh: Wsxihz lmeapqse Kqwhbgjfpjwbdp upa qms tvtxaxtwhv Vizshpt ew qvi qbntzjdtagi Heqdgy. Dg Jirt 0482 akfxfxb ftj Trnzabcx qaq Wbhbgg hs, yu jwchu iyjzhy Vowab mlih aev Rwam smk Xiypyivocy nhyvkoqyixjf hejcq. Hdh fxq ihhupor pbpits Yfaviokj ebk tgp zevbh Zqcwrgtjinfgh. Mpt qwbxtpo, gtxp bfww vgsvf xb qigpp gyctzyvmpofmi Lxeh xkfrh hbvgme, hww Lxfijzzu aupcw pf Gopwxk wp Lamefjmb Jhdjdp sqqnrqugt tzhph.