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Gewaltsame Proteste im Irak : Militär spricht von „übermäßiger Gewalt“

  • Aktualisiert am

Irakische Protestler fliehen am Sonntag in Bagdad vor Sicherheitskräften. Bild: AP

Das irakische Militär teilte am Montag mit, die Verantwortlichen für „falsche Handlungen“ würden zur Rechenschaft gezogen. In der vorherigen Nacht waren bei Protesten 13 Menschen getötet worden.

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          Nach abermaligen blutigen Protesten gegen die Regierung in Bagdad hat das irakische Militär „übermäßige Gewaltanwendung“ eingestanden. „Wir haben damit begonnen, jene zur Verantwortung zu ziehen, die diese falschen Handlungen begangen haben“, teilte das Militär am Montag mit. In der Nacht zuvor waren nach Angaben von Ärzten und Sicherheitskräften bei Protesten im Stadtteil Sadr City 13 Menschen getötet worden. Zunächst war von acht Todesopfern die Rede gewesen.

          Regierungschef Adel Abdel Mahdi habe angeordnet, „alle militärischen Einheiten aus Sadr City abzuziehen und durch Polizeieinheiten zu ersetzen“, teilte das Militär mit. Demnach rief Mahdi zudem alle Truppen dazu auf, sich während der Proteste an die „Einsatzregeln“ zu halten.

          Erstmals seit dem Ausbruch der Protestwelle am vergangenen Dienstag räumte das Militär damit unverhältnismäßige Gewalt bei den Demonstrationen ein. Demonstranten hatten den Sicherheitskräften zuvor vorgeworfen, mit scharfer Munition auf Protestteilnehmer geschossen zu haben.

          Insgesamt sind seit Ausbruch der Proteste nach offiziellen Angaben bereits 104 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen Demonstranten. 6000 weitere Menschen wurden demnach verletzt. Die Proteste richten sich vor allem gegen Korruption, mangelnde Infrastruktur und die hohe Arbeitslosigkeit.

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