https://www.faz.net/-gpf-98no9

Proteste gegen Israel : Palästinenser beklagen 17 Tote

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Beim „Marsch der Rückkehr“ sind laut palästinensischen Angaben mehrere Menschen getötet und zahlreiche verletzt worden. Die Vereinten Nationen verlangen Aufklärung von Israel.

          Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, fordert eine unabhängige und transparente Untersuchung der Gewalt bei den Palästinenserprotesten im Gazastreifen.

          Guterres verlange Aufklärung darüber, wie Menschen getötet beziehungsweise verletzt wurden, sagte der Sprecher des Generalsekretärs am Freitag in New York. Guterres rufe zudem alle Verantwortlichen auf, auf Handlungen zu verzichten, die zu weiteren Opfern führen können.

          Der Vertreter der Palästinenser bei den Vereinten Nationen, Rijad Mansur, sprach vor dem Sicherheitsrat von mindestens 17 getöteten Palästinensern und mehr als 1400 Verletzten.

          Die israelischen Sicherheitskräfte hatten am Freitag nach Darstellung der Rettungskräfte in Gaza neben Tränengas und Gummigeschossen auch scharfe Munition eingesetzt. Insgesamt versammelten sich entlang der 65 Kilometer langen Grenze Zehntausende Palästinenser und forderten ein Recht auf Rückkehr in jene Dörfer und Städte, aus denen ihre Familien bei der Gründung Israels 1948 geflüchtet oder vertrieben worden waren. Die israelische Armee schätzte die Zahl der Teilnehmer auf 30.000.

          Die Protestaktion, die noch sechs Wochen andauern soll, fiel mit dem Karfreitag und dem Beginn des jüdischen Pessachfestes zusammen.

          Die Vereinten Nationen befürchten, dass sich die Lage im Gazastreifen in den kommenden Tagen noch verschlechtern könnte. Israel müsse seine Verpflichtungen im Rahmen der Menschenrechte erfüllen, sagte der stellvertretende Chef für politische Angelegenheiten bei den UN, Taye-Brook Zerihoun. Tödliche Gewalt dürfe nur als letztes Mittel eingesetzt werden, sagte er vor dem Sicherheitsrat, der auf Antrag Kuwaits über die Gewalt im Gazastreifen beriet.

          Zivilisten, insbesondere Kinder, dürften nicht zum Ziel werden. Sollte es zu Todesopfern kommen, müsse dies durch die Behörden genau untersucht werden.

          Weitere Themen

          In zwei Fliegern nach Amerika Video-Seite öffnen

          Kritik an Bundesregierung : In zwei Fliegern nach Amerika

          Bundskanzlerin Angela Merkel und Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer fliegen fast zeitgleich an die Ostküste der Vereinigten Staaten. Sie nutzen dabei jedoch zwei getrennte Flugzeuge.

          Topmeldungen

          Länger leben : Kerle, macht’s wie die Frauen

          Von der Gleichstellung der Geschlechter profitieren auch Männer – sie sind gesünder und leben länger. Die regionalen Unterschiede, die in einer Studie sichtbar werden, überraschen.
          Viele Fragen an den Präsidenten in der Whistleblower-Affäre: Donald Trump beantwortet Reporterfragen vor dem Weißen Haus.

          Telefonat mit Selenskyj : Trumps Erpressung

          Für Donald Trump ist das Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten nicht verwerflich. Er sieht nichts Schlimmes darin, seine Macht zu nutzen, um politischen Konkurrenten wie Joe Biden zu schaden. Dabei beginnt der Skandal schon an anderer Stelle.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.