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Proteste : Ausschreitungen nach Einigung in Sudan

  • Aktualisiert am

Ausschreitungen im Sudan Bild: AFP

Militär und Opposition haben sich darauf verständigt, Sudan bis zu den Neuwahlen gemeinsam zu führen. Dennoch kommt es zu Gewalt, mindestens ein Mensch wird getötet.

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          Nach der Einigung des Militärs und der Opposition im Sudan auf eine Teilung der Macht bis zu den nächsten Wahlen ist die Gewalt in dem afrikanischen Land wieder aufgeflammt. Bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten in der Hauptstadt Khartum kam am Montag nach Angaben der Militärführung ein Militärpolizist ums Leben. Zahlreiche Protest-Teilnehmer seien verletzt worden. Ärzten zufolge war der Zustand bei einigen ernst. Schüsse waren bis spät in den Abend hinein zu hören.

          Der Militärrat beschuldigte bewaffnete Gruppen, das Feuer eröffnet zu haben, weil sie mit den Forschritten bei den Bemühungen um eine politische Einigung unzufrieden seien. Demonstranten erklärten, Konter-Revolutionäre mit Verbindungen zu dem Regime des im April von der Armee gestürzten Präsidenten Omar al-Baschir hätten die Gewalt angestiftet. Bereits während des Tages war es zu Ausschreitungen gekommen.

          Der Militärrat und die Protestbewegung einigten sich im Grundsatz darauf, das Land während einer Übergangsphase bis zu Neuwahlen gemeinsam zu führen. Details wollen sie diesen Dienstag diskutieren. Knackpunkte sind vor allem, wie genau die Machtbalance zwischen Militär und Zivilisten gestaltet wird und wie lange die Übergangsphase dauern soll.

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