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Nach Boris Johnson : Die ausgelaugten Tories

Premierministerin Liz Truss hält ihre erste Kabinettssitzung am 7. September in London Bild: AP

Die Wirtschaftslage und der Brexit werden der neuen britischen Premierministerin Liz Truss zu schaffen machen. Für viele wirkt sie wie das letzte Aufgebot der Konservativen.

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          Seit nunmehr sechs Jahren erzwingen die Briten ständige Standortbestimmungen, was auch daran liegt, dass sich in dieser Zeit vier sehr unterschiedliche Premierminister abwechselten. Selbst wenn sie alle aus der Konservativen Partei stammen – die politische Dynamik und Verwirrung im Königreich, die wesentlich vom Brexit-Referendum angetrieben wurde, ist schwindelerregend und hebt das Land von anderen großen europäischen Nationen ab.

          Liz Truss, die neue Regierungschefin, will jetzt zurück zu den historischen „Kernwerten“ der Tories und erhielt genau dafür ein Mandat der Parteibasis. Die noch vor Kurzem gefeierten Stichworte ihres Vorgängers – „Levelling-up“ und „Net Zero“ – tauchten in ihrer kurzen Antrittsrede am Dienstag nicht mehr auf. Dabei hatte sich schon Boris Johnson erheblich von Theresa May unterschieden und diese sich wiederum von ihrem Vorgänger David Cameron. Gut dass wenigstens die 170.000 Mitglieder der Tories zu wissen scheinen, was wahre konservative Sub­stanz ist.

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