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Präsidentschaftswahl : Trump tritt nicht gegen Obama an

  • Aktualisiert am

Donald Trump: „Die Geschäftswelt ist meine größte Leidenschaft” Bild: dapd

Donald Trump strebt nun doch nicht ins Weiße Haus. Der New Yorker Immobilienentwickler hatte sich in den vergangenen Wochen als möglicher republikanischer Kandidat für die Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr ins Gespräch gebracht.

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          Der New Yorker Immobilienentwickler Donald Trump strebt nun doch nicht die Präsidentschaftskandidatur für die Republikaner bei den Wahlen im kommenden Jahr an. Der 64 Jahre alte Trump sagte in der Nacht zum Dienstag, er habe sich nach „erheblichen Überlegungen“ gegen die Bewerbung um das höchste politische Amt entschieden. „Die Geschäftswelt ist meine größte Leidenschaft, und ich bin noch nicht bereit, den Privatsektor zu verlassen“, sagte Trump.

          Die mögliche Bewerbung Trumps, der zuletzt als Gastgeber einer Reality-Show im Fernsehen und mit wenig erfolgreichen Investitionen von sich Reden gemacht hatte, war wegen dessen ersichtlich mangelnder Qualifikation für das Amt im Weißen Haus für die Republikanische Partei eine Peinlichkeit.

          Auch Huckabee tritt nicht an

          Trump hatte die für die Republikaner ebenfalls schädliche Debatte über Präsident Barack Obamas Staatsangehörigkeit und Geburtsort wiederaufgewärmt, bis das Weiße Haus die Langform der Geburtsurkunde vorlegte. Am Wochenende hatte auch der Präsidentschaftskandidat von 2008 und einstige Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee, wissen lassen, dass er im November 2012 nicht gegen Obama werde. Huckabee galt als Wunschkandidat vieler konservativer christlicher Wähler.

          Der weithin als unprätentiös und liebenswert eingeschätzte Huckabee ist derzeit als Moderator einer eigenen Sendung bei dem Nachrichtensender „Fox News“ tätig.

          Bislang haben der ehemalige „Sprecher“ des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, und der frühere Gouverneur von Minnesota, Tim Pawlenty, offiziell ihre Kandidatur bekanntgegeben. Der einstige Gouverneur von Massachusetts und Kandidat von 2008, Mitt Romney, dürfte 2012 ebenfalls einen neuen Anlauf auf das Weiße Haus unternehmen.

          Auch der libertär-konservative Abgeordnete Ron Paul aus Texas will es wie 2008 im kommenden Jahr abermals versuchen, gilt aber als chancenlos. Als Geheimfavorit gilt der kürzlich von seinem Amt als Botschafter in Peking zurückgetretene Jon Huntsman. Der frühere Gouverneur von Utha ist wie Romney Mormone, vertritt seinen Glauben aber weniger orthodox als Romney. Er hat sich zudem als Geschäftsführer eines international tätigen Chemieunternehmens bewährt und gilt als in jeder Hinsicht derzeit attraktivster potentieller Kandidat.

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