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Präsidentenwahl in Sudan : Wichtigster Herausforderer Baschirs tritt nicht an

  • Aktualisiert am

SPLM-Kandidat Yasir Arman tritt nicht an Bild: AFP

Der aussichtsreichste Kandidat der Opposition bei der sudanesischen Präsidentenwahl hat seine Kandidatur zurückgenommen. Mit dem Rückzug der südsudanesischen Rebellengruppe SPLM ist die Wiederwahl des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Omar al Baschir so gut wie sicher.

          1. April 2010. Der aussichtsreichste Kandidat der Opposition bei der sudanesischen Präsidentenwahl im April tritt nicht an, weil er nicht an eine faire Abstimmung glaubt. Die südsudanesische Rebellengruppe Sudan People's Liberation Movement (SPLM) habe ihren Kandidaten Yasir Arman am Mittwoch zurückgezogen, berichtete die „Sudan Tribune“ am Donnerstag in ihrer Onlineausgabe.

          „Die SPLM wird außerdem die Wahlen in Darfur boykottieren“, sagte der stellvertretende Parteichef Riak Machar. In allen anderen Wahlbezirken des Landes werde die Partei hingegen antreten.

          Die Partei sei mit dieser Entscheidung Forderungen ihrer örtlichen Politiker und anderer Oppositioneller in Darfur gefolgt, sagte Machar. Sie hatten auf den andauernden Bürgerkrieg und den Ausschluss vieler der 2,3 Millionen Flüchtlinge von der Wahl verwiesen.

          Der sudanesische Präsident Omar al Baschir hat mit einer Verschiebung der Volksabstimmung über die Unabhängigkeit des Südsudans im kommenden Januar gedroht, sollte die SPLM die Präsidenten- und Parlamentswahlen vom 11. bis 13. April boykottieren. Es sind die ersten Mehrparteienwahlen in Sudan seit 1986.

          Die SPLM ist aus der ehemaligen Bürgerkriegsarmee in Südsudan hervorgegangen und regiert im teils autonomen Südsudan. Bereits vor wenigen Tagen hatten Oppositionsparteien im Norden zu einem Boykott der Wahlen aufgerufen, weil sie Unregelmäßigkeiten und Wahlfälschungen befürchten.

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