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Präsidentenwahl in Guyana : Gierig nach Öl

Der neue Präsident Guyanas: Mohamed Irfaan Ali Bild: AFP

Guyana ist eines der ärmsten Länder der Karibik. Ölvorkommen vor der Küste haben nun Hoffnungen geweckt – und dafür gesorgt, dass nach der Präsidentenwahl monatelang um den Sieg gerungen wurde.

          3 Min.

          Die ehemalige britische Kolonie Guyana im Norden Südamerikas sitzt auf einem Schatz: Vor der Küste des Landes lagern reiche Erdölvorkommen, deren Förderung soeben begonnen hat. Das Erdöl könnte aus dem Armenhaus eines der reichsten Länder im Karibikraum machen. Doch Guyanas potentieller Reichtum hat die Gier geweckt und einen weiteren Konflikt in dem ethnisch tief gespalteten Land erzeugt, der mit den Wahlen im vergangenen März an die Oberfläche trat. Denn wer das Land regiert, besitzt den Schlüssel zum Schatz.

          Tjerk Brühwiller

          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          Fast fünf Monate lang wurde um den Sieg bei der Wahl gerungen. Nun hat Mohamed Irfaan Ali die Geschicke des Landes übernommen. Mit dem 40 Jahre alten früheren Wohnungsminister kehrt die indo-guyanisch geprägte „Progressive Volkspartei“ (PPP) an die Macht zurück. Seiner Vereidigung ging ein politisches und juristisches Gezerre voraus.

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