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Präsidentenwahl gescheitert : Griechen müssen Parlament neu wählen

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Das griechische Parlament muss innerhalb von zehn Tagen aufgelöst werden. Bild: dpa

Die Wahl eines neuen Präsidenten ist auch im dritten Anlauf gescheitert. Nun muss das Parlament aufgelöst werden. Die Neuwahl ist für den 25. Januar angesetzt. Griechenland steht vor einem Linksruck.

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          Das griechische Parlament wird am 25. Januar neu gewählt. Das teilte Ministerpräsident Antonis Samaras am Montag mit. Zuvor war die Wahl eines neuen griechischen Staatspräsidenten auch im dritten Anlauf gescheitert. Der Kandidat der Regierungskoalition, der frühere EU-Kommissar Stavros Dimas (73), verfehlte im Parlament die notwendige Mehrheit von 180 Stimmen.

          Noch bevor das Votum zu Ende war, hatten sich bei der namentlichen Abstimmung mehr als 121 der insgesamt 300 Abgeordneten der Stimme enthalten. Damit konnte Dimas die notwendige Mehrheit für die Wahl eines Präsidenten nicht mehr erreichen.

          Die Verfassung sieht vor, das Parlament binnen zehn Tagen aufzulösen und innerhalb von 30 Tagen neu zu wählen. Umfragen zufolge könnte das Linksbündnis Syriza unter seinem Chef Alexis Tsipras stärkste Kraft werden. Tsipras setzt sich für eine Neuaushandlung des griechischen Sparprogramms und einen Schuldenschnitt ein.

          Drei Mal angetreten, drei Mal gescheitert: Stavros Dimas

          Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Montag nur kurzzeitig vom Scheitern Präsidentenwahl aufschrecken lassen. Zunächst fiel der Dax um mehr als ein Prozent unter die Marke von 9800 Punkten, er erholte sich aber wieder und stand zuletzt 0,6 Prozent im Minus. Schon den ganzen Morgen über war der Dax in Erwartung des Wahlergebnisses schwach. An der Athener Börse ging es derweil um zehn Prozent runter.

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