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Präsidentenwahl : Correa feiert Sieg in Ecuador

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Rafael Correa Bild: AFP

Der linksgerichtete Staatspräsident Rafael Correa hat die Präsidentenwahl in Ecuador nach ersten Prognosen klar gewonnen. Er ließ sich schon kurz nach Schließung der Wahllokale als Sieger feiern.

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          Der linksgerichtete Staatspräsident Rafael Correa hat die Präsidentenwahl in Ecuador nach ersten Prognosen klar gewonnen. Der 46 Jahre alte Politiker ließ sich schon kurz nach Schließung der Wahllokale am Sonntag als Sieger feiern. Wählernachfragen zufolge erhielt er mehr als die zur Vermeidung einer Stichwahl nötigen 50 Prozent der Stimmen.

          Wählernachfragen von drei Fernsehsendern zufolge kommt Correa auf mindestens 54 Prozent. Eine inoffizielle Auszählung von 77 Prozent der abgegebenen Stimmen ergab 51,2 Prozent für Correa und 28,9 Prozent für den früheren Präsidenten und Putschführer Lucio Gutierrez. Nach offizieller Auszählung von sechs Prozent der Stimmen kamen der Amtsinhaber auf 49,2 Prozent und Gutierrez auf 30,5 Prozent.

          Um die Wahl auf Anhieb zu gewinnen, benötigt Correa mehr als 50 Prozent der Stimmen oder mindestens 40 Prozent bei einem Vorsprung von zehn Punkten vor dem Nächstplazierten. Andernfalls kommt es zu einer Stichwahl. Umfragen hatten Correa vor der Wahl mehr als 20 Prozentpunkte in Führung vor seinem engsten Rivalen gesehen.

          In seiner Heimatstadt Guayaquil feierte Correa mit Vertrauten und Anhängern bereits seinen Sieg. „Wir werden das ecuadorianische Volk niemals betrügen“, rief der Amtsinhaber. Seine Regierung habe Geschichte geschrieben.

          Correa ist in dem Andenstaat mit 14 Millionen Einwohnern sehr populär. Kritiker werfen ihm aber vor, dass die neue Verfassung des Landes, die in einem Referendum im September von 64 Prozent der Wähler angenommen wurde, dem Präsidenten zu viele Machtbefugnisse gewährt. Außerdem kann sich Correa im Jahr 2013 um eine zweite volle Amtszeit von vier Jahren bewerben - seine erste wurde durch die neue Verfassung verkürzt. Internationale Beobachter erklärten, es habe bei der Wahl keine ernsthaften Unregelmäßigkeiten gegeben.

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