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UN-Kritik : Pompeo verteidigt Angriff gegen iranischen General Soleimani

  • Aktualisiert am

Sieht in der Attacke den Schutz Amerikas: Amerikas Außenminister Mike Pompeo. Bild: AP

Die Vereinten Nationen kritisieren die Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani. Amerikas Außenminister Mike Pompeo findet den UN-Bericht „unberechtigt“.

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          Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo hat die Kritik einer UN-Expertin an der amerikanischen Drohnenattacke gegen den iranischen Top-General Qassem Soleimani zurückgewiesen. „Wir lehnen den unberechtigten Bericht der UN-Sonderberichterstatterin ab“, twitterte Pompeo am Donnerstag. Die Vereinigten Staaten seien hinsichtlich der völkerrechtlichen Grundlage des Angriffs transparent gewesen. Man werde „immer handeln, um Amerika zu schützen“.

          Ein Bericht an den UN-Menschenrechtsrat war zu dem Schluss gekommen, dass die Tötung Soleimanis durch eine amerikanische Drohne im Irak Anfang Januar ein gefährlicher Präzedenzfall gewesen sei. Die Welt dürfe nicht zulassen, dass dieses Beispiel Schule mache, hatte Agnes Callamard, Berichterstatterin des UN-Menschenrechtsrats für außergerichtliche, standrechtliche und willkürliche Hinrichtungen, am Donnerstag in Genf gesagt. Sie verlangte internationale Standards, die den Einsatz solcher Drohnen regulieren. Mindestens 102 Staaten hätten militärischen Drohnen, 40 hätten bereits bewaffnete Drohnen oder seien dabei, diese zu kaufen. Einige Länder hätten solche Drohnen nach Berichten schon eingesetzt, teils für gezielte Tötungen.

          Amerikanische Kräfte hatten Soleimani in Bagdad auf Anordnung von Präsident Donald Trump getötet, was Washington und Teheran zeitweise an den Rand einer kriegerischen Auseinandersetzung brachte.

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