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Saudische Ölraffinerie : Pompeo macht Iran für Drohnenangriff verantwortlich

  • Aktualisiert am

Pompeo forderte alle Nationen dazu auf, die iranischen Angriffe „öffentlich und eindeutig“ zu verurteilen. Bild: AP

Die jemenitischen Houti-Rebellen haben sich zum Drohnenangriff auf eine Ölraffinerie in Saudi-Arabien bekannt, den amerikanischen Außenminister Mike Pompeo überzeugt das nicht: „Es gibt keinen Beweis, dass die Angriffe vom Jemen kamen.“

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          Die amerikanische Regierung macht Iran für die schweren Drohnenangriffe auf eine Ölraffinerie in Saudi-Arabien verantwortlich. Außenminister Mike Pompeo schrieb am Samstag auf Twitter: „Inmitten der Rufe nach Deeskalation hat Iran jetzt einen beispiellosen Angriff auf die Welt-Energieversorgung verübt. Es gibt keinen Beweis, dass die Angriffe vom Jemen kamen.“ Zuvor hatten sich die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen aus dem benachbarten Jemen ausdrücklich zu den Angriffen bekannt.

          Pompeo forderte alle Nationen dazu auf, die iranischen Angriffe „öffentlich und eindeutig“ zu verurteilen. Die Vereinigten Staaten würden sicherstellen, dass Iran für seine Aggression zur Rechenschaft gezogen werde. Das Weiße Haus teilte mit, Präsident Donald Trump habe dem saudischen Kronprinzen Mohammad Bin Salman in einem Telefonat „seine Unterstützung für Saudi-Arabiens Selbstverteidigung“ angeboten. Die amerikanische Regierung werde weiter darauf hinwirken, dass die globalen Ölmärkte ausreichend beliefert würden und stabil blieben.

          Saudi-Arabien führt im Jemen eine von den Vereinigten Staaten unterstützte Militärkoalition an, die gegen die Huthis kämpft. Diese werden wiederum von Iran unterstützt und halten große Teile des Nordjemens inklusive der Hauptstadt Sanaa unter Kontrolle. In den vergangenen Monaten hatten die Huthis bereits mehrere Angriffe mit Drohnen auf Ölpipelines und Flughäfen in Saudi-Arabien durchgeführt.

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