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Zuwanderung : Pompeo dankt Mexiko für Stopp von Migranten

  • Aktualisiert am

Amerikas Außenminister Mike Pompeo Bild: dpa

Die Regierung in Washington hat Mexiko im Streit um illegale Einwanderer lange Zeit Vorwürfe gemacht. Nun ändert sich der Ton. Außenminister Mike Pompeo spricht von „wirklichen Fortschritten“.

          Amerikas Außenminister Mike Pompeo hat sich zufrieden über die Bemühungen Mexikos gezeigt, Migranten an einer Durchreise in Richtung Vereinigten Staaten zu hindern. Pompeo dankte seinem mexikanischen Amtskollegen Marcelo Ebrard bei einem Treffen in Mexiko-Stadt für die „verstärkten“ Bemühungen bei der Durchsetzung von Migrationsregeln, wie das amerikanische Außenministerium am Sonntag erklärte. Dies habe nach ersten Erkenntnissen dazu geführt, dass weniger „illegale Einwanderer“ an der Südgrenze der Vereinigten Staaten ankämen.

          Pompeo bescheinigte Mexiko „wirkliche Fortschritte“. „Die Zahlen sind gut“, sagte der amerikanische Außenminister nach seiner Weiterreise von Mexiko nach El Salvador. Es gebe aber noch „viel Arbeit“.

          Amerikas Präsident Donald Trump hatte Mexiko im Mai und Juni Strafzölle angedroht, sollte das Nachbarland nicht entschiedener gegen Migranten auf dem Weg in die Vereinigten Staaten vorgehen. Mexiko liegt auf der Route von Menschen aus den zentralamerikanischen Staaten Honduras, El Salvador und Guatemala, die auf der Flucht vor Armut und Gewalt in ihrer Heimat in die Vereinigten Staaten gelangen wollen.

          Am 7. Juni erzielten die Vereinigten Staaten und Mexiko dann eine Einigung. Mexiko sagte zu, härter gegen die illegale Einwanderung vorzugehen. Die Regierung schickte unter anderem tausende Soldaten an seine Grenzen zu Guatemala und zu den Vereinigten Staaten. Trump hat den Kampf gegen die illegale Einwanderung zu einem der Schwerpunkte seiner Politik gemacht.

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