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Polizeigewalt in Amerika : Schwarzer beim Öffnen der Haustür erschossen

  • Aktualisiert am

Protest gegen Waffengewalt in Minneapolis im Juli (Symbolbild) Bild: AP

Casey Goodson kam vom Zahnarzt und hatte Essen für seine Familie dabei. Die Polizei fahndete nach einem Verdächtigen und erschoss Goodson vor seinem Haus. Er war nicht der Gesuchte.

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          In den Vereinigten Staaten ist wieder ein Afroamerikaner bei einem umstrittenen Polizeieinsatz getötet worden. Das amerikanische Justizministerium teilte am Dienstag mit, die Bundespolizei FBI werde die örtliche Polizei in Columbus im Bundesstaat Ohio bei den Ermittlungen unterstützen. Die Polizei in Columbus hatte zuvor mitgeteilt, ein Polizist habe am vergangenen Freitag bei der Fahndung nach Verdächtigen einen 23 Jahre alten Afroamerikaner namens Casey Goodson erschossen. Goodson sei aber nicht die gesuchte Person gewesen.

          Die Anwälte der Familie des Verstorbenen erhoben schwere Vorwürfe gegen die Sicherheitskräfte. Die Anwälte teilten mit, Casey Goodson sei von dem Polizisten erschossen worden, als er gerade seine eigene Haustür aufgeschlossen habe. Goodson sei von einem Zahnarzttermin zurückgekehrt und habe Sandwiches für sich und seine Familie bei sich gehabt. Er habe zwar eine Waffe getragen, dafür aber eine Lizenz gehabt. Goodson sei weder vorbestraft gewesen, noch sei gegen ihn ermittelt worden. Seine 72 Jahre alte Großmutter und zwei Kleinkinder seien Zeugen des Vorfalls geworden.

          In den Vereinigten Staaten ist es in diesem Jahr immer wieder zu heftigen Protesten wegen Polizeigewalt gegen Schwarze gekommen. Prominentestes Opfer war der Afroamerikaner George Floyd, der Ende Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota getötet worden war. Unter dem Motto „Black Lives Matter“ kam es danach in Amerika monatelang zu Massendemonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus, die teils von Ausschreitungen überschattet wurden.

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