https://www.faz.net/-gpf-9n7q9

Anschlagsserie an Ostern : Identität der Attentäter in Sri Lanka zweifelsfrei geklärt

  • Aktualisiert am

Ein Sicherheitsbeamter bewacht eine Moschee in Colombo – nach dem Anschlag wurden die Sicherheitsvorkehrungen stark verschärft. Bild: AFP

Ein DNA-Test liefert nun den Beweis, dass Islamistenführer Hashim unter den Selbstmordattentätern war. Auch die Identitäten der sechs übrigen Täter wurden geklärt.

          Einen Monat nach der verheerenden Anschlagsserie in Sri Lanka haben die Behörden nach eigenen Angaben alle Attentäter zweifelsfrei identifiziert. DNA-Tests hätten unter anderem bestätigt, dass der Dschihadist Zahran Hashim sich am Ostersonntag in dem Hotel Shangri-La in Colombo in die Luft gesprengt habe, teilte die Polizei des Inselstaats am Dienstag mit. Hashim war der Anführer der Islamistengruppe National Thowheeth Jama'ath (NTJ) und gilt als Drahtzieher der Anschläge.

          Die DNA-Tests brachten laut Polizei auch Gewissheit über die Identität der sechs übrigen Angreifer, die sich in Hotels und Kirchen in die Luft gesprengt hatten. Ein weiterer Komplize zündete seinen Sprengsatz den Angaben zufolge nach einem missglückten Anschlag auf ein Luxushotel in einem Gästehaus außerhalb der Hauptstadt Colombo.

          Zudem habe sich die Frau eines der Attentäter später in ihrem Haus in die Luft gesprengt. Sie tötete sich, ihre drei Kinder und drei Polizisten.

          Bei der Anschlagsserie am Ostersonntag waren 258 Menschen getötet und fast 500 weitere verletzt worden. Sri Lankas Regierung macht die Islamistengruppe NTJ für die Anschläge verantwortlich, glaubt aber, dass sie Unterstützung aus dem Ausland hatte.

          Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Anschläge für sich. In einem Video hatten Hashim und sieben andere Extremisten einen Treueeid auf IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi geschworen.

          Weitere Themen

          Lambrecht warnt vor Rechtsextremismus Video-Seite öffnen

          Künftige Justizministerin : Lambrecht warnt vor Rechtsextremismus

          Der „unfassbare Mord“ an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke zeige, dass die Verteidigung des Rechtsstaates aktueller denn je sei, sagte die SPD-Politikerin Christine Lambrecht, die von der Parteiführung als kommende Justizministerin vorgestellt wurde.

          Der Kampf gegen die Braunkohle Video-Seite öffnen

          Aktivisten von „Ende Gelände“ : Der Kampf gegen die Braunkohle

          Im rheinischen Braunkohlerevier stehen die Zeichen dieser Tage auf Protest. Aktivisten der Initiative „Ende Gelände“ haben zu verschiedenen Protestaktionen aufgerufen. Nun hat sich auch die Schülerbewegung „Fridays for Future“ mit „Ende Gelände“ solidarisiert.

          Topmeldungen

          Wirft hin: Patrick Shanahan wird nicht amerikanischer Verteidigungsminister.

          Rückzug von Shanahan : Keine Ruhe im Pentagon

          Mitten in der Iran-Krise verliert Donald Trump seinen amtierenden Verteidigungsminister. Der Wunschkandidat des Präsidenten hat sich zurückgezogen – wegen eines „traumatischen Kapitels“ in seinem Familienleben.
          Die Runde bei Maischberger

          TV-Kritik: „Maischberger“ : Merkel for Future?

          Ist Friedrich Merz der lachende Dritte in der Frage um die Kanzlerkandidatur? In der Runde um Sandra Maischberger konnte er seine Ansichten zum Umgang mit der AfD jedenfalls schon einmal kundtun. Daneben wurden unter anderem der Klimawandel und der Mord an Regierungspräsident Walter Lübcke diskutiert.
          Der 22 Jahre alte Ali B. dementiert weiterhin die Vergewaltigung von Susanna F.

          Psychiaterin über Ali B. : Egozentrisch, manipulativ, empathielos

          Im Prozess um die getötete Schülerin Susanna F. aus Mainz berichtet wenige Wochen vor dem Urteilstermin die psychiatrische Gutachterin. Den angeklagten Ali B. beschreibt sie als faulen und frauenverachtenden Mann, der in seinem Leben immer nur an sich selbst gedacht habe.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.