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Wahl in Italien : „Die Vorstellung, dass der Faschismus zurückkehrt, ist einfach lächerlich“

Neues Bündnis: Silvio Berlusconi (Forza Italia), Giorgia Meloni (Fratelli d’Italia) und Matteo Salvini (Lega), bei einem Treffen 2019 Bild: AP

Der Politologe Giovanni Orsina sagt, dass keine politische Kraft von Relevanz ein faschistisches oder faschistoides Regime in Italien errichten will. Ein künftiges Rechtsbündnis nach der Wahl brächte aber andere Probleme.

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          Professor Orsina, in alarmistischen Presseberichten heißt es, in Italien drohe hundert Jahre nach Benito Mussolinis „Marsch auf Rom“ die Rückkehr des Faschismus. Ist Italiens Demokratie in Gefahr?

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Überhaupt nicht. Die Vorstellung, dass der Faschismus zurückkehrt, ist einfach lächerlich. Keine politische Kraft von Relevanz will ein faschistisches oder faschistoides Regime in Italien errichten. Und selbst wenn jemand auf diese schreckliche Idee käme, wären die Kon­troll­mechanismen der italienischen Demokratie stark genug, um einen solchen Versuch zu blockieren.

          Bei den Wahlen von 2018 waren Giorgia Meloni und ihre „Fratelli d’Italia“ gerade einmal auf vier Prozent gekommen. Welche Rolle spielt der „Nuovismo“ in der italienischen Politik, der Impuls der Wähler, einem „neuen Gesicht“ das Vertrauen zu schenken?

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