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Corona im Bergbau in Polen : Infektionsherde unter Tage

Arbeitstüchtig? Temperaturmessen im Steinkohlenbergwerk Piast. Bild: EPA

Das Industrierevier in Oberschlesien ist zu Polens jüngstem Corona-Hotspot geworden. Das Virus verbreitet sich in den Stollen in Windeseile aus, Zechen müssen schließen, 15.000 Arbeiter werden getestet.

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          Polen hat im Kampf gegen das Coronavirus eine neue Front eröffnet: Die neue Problemregion ist das Industrierevier in Oberschlesien. „Aus Sorge um Leben und Gesundheit der Bergleute, ihrer Familien und der Einwohner haben wir entschieden, die Arbeit in der Steinkohlenzeche Bobrek vorübergehend einzustellen“, teilte die Betriebsleitung in der Stadt Beuthen am Montag mit. „Wir bitten alle Beschäftigten, mit ihren Familien zu Hause zu bleiben.“

          Gerhard Gnauck

          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Von 1000 getesteten Kumpeln waren 108 mit dem Virus infiziert. In zwei weiteren Bergwerken, den zum Konzern PGG gehörenden Zechen Murcki-Staszic und Jankowice, ruht die Arbeit bereits seit einigen Tagen. Corona-Fälle gibt es insgesamt bisher in acht Bergwerken. Im Rückblick erscheint klar: Das gemeinsame Einfahren dicht an dicht in den Stollen, die schweißtreibende Arbeit unter Tage, womöglich auch noch das gemeinsame Duschen nach dem Einsatz boten ideale Bedingungen für eine Ansteckung.

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