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Folgen des Ukrainekriegs : Polen geht die Kohle aus

Polen, Bogatynia: Rauch steigt aus den Schornsteinen des Braunkohlengroßtagebau Turow. Bild: dpa

Polen ist ein Kohleland. Eigentlich. Dennoch droht der Winter hart zu werden, was zu einem Problem für die Regierung werden kann.

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          In Polen blicken vor allem Millionen Bürger, die ihre Wohnung mit Kohle heizen, mit großer Sorge auf den Herbst und Winter. Obwohl das Land mit Steinkohlevorkommen reich gesegnet ist, wurde die Förderung – weil Kohle die Umwelt schädigt und weil die Förderung in Polen teuer ist – über die Jahrzehnte zurückgefahren. Zugleich aber wuchs der Marktanteil billiger russischer Importkohle. Darin inbegriffen war offenbar auch Kohle aus der Ostukraine, aus den von Russland gesteuerten „Volksrepubliken“ der Donbass-Region; sie wurde umetikettiert und als russische Kohle in verschiedene EU-Länder verkauft.

          Gerhard Gnauck
          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          In Po­len kamen außerdem zuletzt etwa 70 Prozent der Elektrizität aus der Kohleverstromung. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar verabschiedete Polen per Gesetz ein Em­bargo – ausdrücklich für aus Russland oder über Russland gelieferte Steinkohle. Zum Jahresende will Polen auch den Bezug russischen Erdöls und Erdgases beenden.

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