https://www.faz.net/-gpf-8y2f5

Pjöngjang : Nordkorea feuert wieder Mittelstreckenrakete ab

  • Aktualisiert am

Großer Führer: Nordkoreas Diktator lässt sich am Samstag in Pjöngjang feiern Bild: AFP

Die Provokationen aus Pjöngjang hören nicht auf: Nordkorea hat nach amerikanischen Angaben abermals eine Mittelstreckenrakete getestet. Sie flog offenbar rund 500 Kilometer weit.

          Nordkorea hat nach amerikanischen Angaben abermals eine Mittelstreckenrakete abgefeuert. Dies teilte ein amerikanische Regierungsvertreter am Sonntag am Rande des Besuchs von Präsident Donald Trump im saudiarabischen Riad mit.

          Die Rakete sei rund 500 Kilometer weit geflogen, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. UN-Resolutionen verbieten Nordkorea den Test ballistischer Raketen. Erst am vergangenen Sonntag hatte das Land zu Testzwecken eine Mittelstreckenrakete in Richtung offenes Meer abgefeuert und damit die internationale Gemeinschaft abermals herausgefordert. Dabei handelte es sich um eine neu entwickelte Mittel-/Langstrecken-Rakete vom Typ Hwasong-12. Die Rakete wurde in eine ungewöhnlich hohe Flugbahn befördert. Laut der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA  landete sie nach 787 Kilometern planmäßig im Meer.

          Ausländischen Experten zufolge war es die Rakete mit der längsten Reichweite, die das abgeschottete kommunistische Land jemals getestet hat. Sie vermuten eine technisch mögliche Reichweite von 4500 Kilometern oder mehr.

          Mattis: Militärische Lösung wäre „tragisch“

          Der amerikanische Verteidigungsminister James Mattis warnte am Freitag vor einer militärischen Eskalation des Konflikts mit Nordkorea. Wenn es im Streit um Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm „eine militärische Lösung“ gebe, werde dies „tragisch in einem unglaublichen Ausmaß“ sein, sagte Mattis bei einer Pressekonferenz im Pentagon. Daher arbeite die amerikanische Regierung mit den Vereinten Nationen, China, Japan und Südkorea zusammen, „um einen Weg aus dieser Lage zu finden“. Mattis fügte hinzu, dass Chinas erhöhter Druck auf Nordkorea offenbar „etwas Wirkung“ habe.

          Seit 2006 hat Nordkorea nach eigenen Angaben fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet die Führung des Landes an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die Vereinigten Staaten getragen werden könnten. Die neue amerikanische-Regierung unter Präsident Donald Trump hat den Druck auf Pjöngjang erhöht. Sie betonte dabei, dass auch ein militärisches Vorgehen gegen Nordkorea in Betracht komme.

          Weitere Themen

          Söder beerbt Seehofer Video-Seite öffnen

          Der Rivale übernimmt : Söder beerbt Seehofer

          Bei einem Sonderparteitag am Samstag in München wählten die Delegierten Söder mit 87,4 Prozent der Stimmen zum Nachfolger von Horst Seehofer. Damit erreichte Söder ein schwächeres Ergebnis als Seehofer bei seiner ersten Wahl zum Vorsitzenden, 2008.

          Topmeldungen

          CSU : Jetzt muss Söder allein klarkommen

          Auch am Tag des Übergangs kommen Seehofer und Söder nicht ohne Spitzen gegeneinander aus. In Zukunft muss Söder allein für den Unterhaltungswert sorgen – und für die bundespolitische Relevanz der CSU.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.