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Philippinischer Präsident : Duterte nimmt sich Auszeit

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Hat schon Anfang Juni nicht den fittesten Eindruck gemacht: der philippinische Präsident Rodrigo Duterte Bild: AFP

Seit Tagen ist Rodrigo Duterte nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden. Das löst Spekulationen über die Gesundheit des philippinischen Präsidenten aus. Nicht zum ersten Mal.

          Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte leidet nach Angaben seines Sprechers unter Erschöpfung und ist daher seit Tagen nicht mehr öffentlich aufgetreten. Der 72 Jahre alte Staatschef sei erschöpft und müsse sich „regenerieren“, sagte sein Sprecher Ernesto Abella am Donnerstag vor Journalisten in Manila. Es bestehe aber kein Anlass zur Sorge „betreffs Krankheit“. „Dem Präsidenten geht es gut“, versicherte Abella.

          Zuletzt war Duterte am Sonntag öffentlich aufgetreten, als er im Süden des Landes verwundete Soldaten besuchte. In der Region liefert sich die Armee seit einem Monat Feuergefechte mit bewaffneten Islamisten, die sich zur Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) bekennen. Einen für den folgenden Tag geplanten Auftritt zur Feier des philippinischen Unabhängigkeitstags in der Hauptstadt Manila sagte der Präsident hingegen ab. Dies hatte zu Spekulationen über seinen Gesundheitszustand geführt.

          Islamisten benutzen Geiseln als Schutzschilde

          Während des Wahlkampfs im vergangenen Jahr hatte Duterte wiederholt Angaben zurückgewiesen, dass er an Krebs leide. Der Sprecher des Präsidenten versicherte am Donnerstag wiederholt, dass Duterte gesund sei. Dennoch nannte er kein Datum, zu dem der Präsident seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen werde.

          Angesichts der Kämpfe hatte Präsident Duterte das Kriegsrecht über die südliche Insel Mindanao verhängt. In der 200.000-Einwohner-Stadt Marawi haben die Islamisten Zivilisten als Geiseln genommen und benutzen sie in den Kämpfen als menschliche Schutzschilde. „Es war alles so brutal, deshalb ist es wichtig, dem Präsidenten eine Auszeit zu erlauben“, sagte Abella. Bei den Feuergefechten sind bereits 58 Soldaten und Polizisten sowie 26 Zivilisten getötet worden.

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