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Philippinen : Militärflugzeug mit mehr als 90 Personen an Bord abgestürzt

  • Aktualisiert am

Der philippinische Armeechef Cirilito Sobejana (links) während eines Besuchs auf der von den philippinen beanspruchten Insel Thitu im Südchinesischen Meer Anfang Juni Bild: Reuters

Auf dem Weg auf die Insel Jolo ist ein philippinisches Militärflugzeug abgestürzt. Die Maschine geriet in Brand. Etwa 40 Insassen konnten gerettet werden.

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          Ein Militärflugzeug mit mehr als 90 Personen an Bord ist am Sonntag im Süden der Philippinen abgestürzt. Etwa 40 Insassen seien nach dem Unglück auf der Insel Jolo aus dem brennenden Wrack gerettet worden, sagte Armeechef Cirilito Sobejana der Nachrichtenagentur AFP; 29 Soldaten und zwei Zivilisten seien ums Leben gekommen. Siebzehn Personen würden noch vermisst. Die Suche nach weiteren Überlebenden dauere an. „Die Rettungskräfte sind vor Ort, wir beten, dass wir weitere Leben retten können“, sagte Sobejana.

          Ersten Berichten zufolge seien insgesamt 96 Personen in dem Flugzeug gewesen, darunter drei Piloten und fünf weitere Crew-Mitglieder, sagte Verteidigungsminister Delfin Lorenzana. Die Transportermaschine vom Typ C-130 habe bei der Landung in Patikul auf der Insel Jolo die Landebahn verpasst, sagte Sobejana. Bei dem Versuch, wieder durchzustarten, sei sie abgestürzt. Bei dem Unglück sei ein Feuer ausgebrochen. Die Maschine war den Angaben zufolge in der Hauptstadt Manila gestartet und dann über Cagayan de Oro auf der Insel Mindanao nach Jolo unterwegs gewesen.

          Viele der Soldaten an Bord hatten den Angaben zufolge kürzlich ihre Grundausbildung abgeschlossen und sollten nun auf Jolo stationiert werden. Die Insel liegt im mehrheitlich muslimischen Süden der Philippinen, wo die Armee unter anderem gegen die Islamistengruppe Abu Sayyaf im Einsatz ist.

          Abu Sayyaf war in den neunziger Jahren mit Geld von Al-Qaida-Führer Usama bin Ladin gegründet worden. Die Gruppierung wurde durch die Entführung zahlreicher Ausländer bekannt. Im Jahr 2017 enthaupteten die Islamisten den 70 Jahre alten deutschen Segler Jürgen Kantner, nachdem ihre Forderungen nach einem Lösegeld von rund 600.000 Dollar nicht erfüllt worden waren.

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