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Philippinen : Auswärtiges Amt bestätigt Ermordung deutscher Geisel

  • Aktualisiert am

Philippinische Soldaten bergen die verlassene deutsche Yacht „Rockall“. Bild: dpa

Die islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf hat ein Video veröffentlicht, das die Ermordung ihrer deutschen Geisel zeigt. Das Auswärtige Amt hat den Tod bestätigt.

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          Nach Angaben der philippinischen Regierung ist ein auf den Philippinen entführter Deutscher von seinen Peinigern ermordet wurde. Ein Berater von Präsident Rodrigo Duterte verurteilte am Montag in Manila die „barbarische Enthauptung“.

          Das Auswärtige Amt hat die Ermordung der deutschen Geisel auf den Philippinen bestätigt und als grausamen Terrorakt verurteilt. „Es gibt nun keinen vernünftigen Zweifel mehr, dass der auf den Philippinen entführte Deutsche nicht mehr am Leben ist. Wir sind zutiefst erschüttert über das unmenschliche und grausame Vorgehen der Täter“, erklärte ein Sprecher am Montag. Die islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf hatte zuvor ein Video veröffentlicht, das die Enthauptung ihrer deutschen Geisel zeigt.

          Der 70 Jahre alte deutsche Segler war im November von seiner Yacht verschleppt und auf der Insel Jolo im Süden des Inselstaates gefangen gehalten worden. Dabei töteten die Entführer seine 59 Jahre alte Ehefrau. Beide waren vor acht Jahren schon einmal aus der Hand somalischer Piraten freigekauft worden.

          Im aktuellen Entführungsfall hatten die Geiselnehmer ein Lösegeld in Höhe von 30 Millionen Pesos (rund 570.000 Euro) gefordert. Ihr Ultimatum war am Sonntag abgelaufen. Schon am Sonntag hatten philippinische Medien von der Tötung des Deutschen berichtet. Die Gruppe Abu Sayyaf hat nach Schätzungen etwa zwei Dutzend weitere Geiseln in ihrer Gewalt.

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