https://www.faz.net/-gpf-6k04y

Petraeus übernimmt Afghanistan-Oberbefehl : „Wir sind hier, um zu gewinnen“

  • Aktualisiert am

Petraeus mit Isaf-Flagge Bild:

Mit mahnenden Worten und einer Prise Zuversicht hat der neue Kommandeur der internationalen Truppen in Afghanistan, der amerikanische General David Patraeus, sein Amt angetreten. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass Afghanistan abermals zum Zufluchtsort für Extremistischen werde, sagte er.

          Während einer kleinen Zeremonie in Kabul sprach der neue Kommandeur der internationalen Truppen in Afghanistan, der amerikanische General David Patraeus am Sonntag von einem „entscheidenden Moment“ in dem seit achteinhalb Jahren dauernden Krieg.

          Es dürfe nicht zugelassen werden, dass Afghanistan abermals zum Zufluchtsort für die Al Qaida und ihr Netzwerk extremistischer Verbündeter werde. „Wir sind hier, um zu gewinnen“, sagte er. Petraeus betonte, dass sich das Kommando über die 130.000 Soldaten verändert hätte, nicht aber die Strategie.

          80 Aufständische getötet

          Petraeus, der als erfolgreicher Stratege des Irakkriegs gilt und seinem entlassen Vorgänger McChrystal in den vergangenen Jahren vorgesetzt war, traf am Freitagabend an seinem neuen Dienstsitz ein. Am Samstag versicherte er dem amerikanischen Botschafter in Afghanistan, Eikenberry, bei einem Fest in dessen Residenz, dass man an einem Strang ziehen werde. Die Botschaft sei für Petraeus 24 Stunden am Tag geöffnet, antwortete Eikenberry.

          Afghanische und ausländische Soldaten haben unterdessen am Wochenende mindestens 80 Aufständische in Afghanistan getötet. Wie das Innenministerium in Kabul am Sonntag mitteilte, starben in der südlichen Provinz Helmand 63 Extremisten bei einer zweitägigen Militäroperation. Ebenfalls in Helmand kamen nach Regierungsangaben ein Kommandeur der Taliban sowie mehrere Gefolgsleute bei einem amerikanischen Luftschlag ums Leben. 16 Taliban seien zudem in der zentralafghanischen Provinz Wardak getötet worden.

          Weitere Themen

          Mit der Wucht der Natur

          Volksbegehren in Bayern : Mit der Wucht der Natur

          Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ zum Artenschutz hat den bayerischen Landtag passiert, doch besonders bei den Bauern sitzt der Frust tief. Sie fühlen sich an den Pranger gestellt.

          Rechtsextreme Demonstration zulässig

          Stadt Kassel ruft VGH an : Rechtsextreme Demonstration zulässig

          Nach dem Mord an Regierungspräsident Lübcke will die Stadt Kassel einen Aufmarsch von Rechtsextremen verhindern. Doch das Verwaltungsgericht lässt die Demonstration zu. Die Stadt will nun Beschwerde vor dem Verwaltungsgerichtshof einlegen.

          Topmeldungen

          Lichtverschmutzung : Der helle Wahnsinn

          Die Nacht verschwindet und mit ihr zahlreiche Tierarten. Dabei wäre es so einfach, das Licht in den Städten zu dimmen, ohne auf Sicherheit zu verzichten. Wie der Wandel gelingen kann, führt die Sternenstadt Fulda vor.

          FAZ Plus Artikel: AKK im Kabinett : Auf dem Marsch ins Kanzleramt

          Wer wie Annegret Kramp-Karrenbauer Regierungschefin werden will, darf sich vor dem Verteidigungsministerium nicht fürchten. Auch in der Politik gilt: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

          Shitstorm des Tages : Ein „Aufstand der Generäle“ als Rohrkrepierer

          Uwe Junge ist rhetorisch kampferprobt. Gegen die neue Verteidigungsministerin fährt der AfD-Politiker und ehemalige Stabsoffizier ganz großes Geschütz auf. Doch der Schuss geht nach hinten los. Übrig bleibt geistiges Brandstiftertum.
          Nordkoreas Machthaber KIm Jong-un sieht man regelmäßig bei offiziellen Empfängen in Limousinen vorfahren.

          Kim Jong-un : Wie Nordkoreas Machthaber an seine Luxusautos kommt

          Eigentlich ist der Export von Luxusgütern nach Nordkorea verboten. Trotzdem sieht man Machthaber Kim Jong-un bei offiziellen Empfängen regelmäßig in Limousinen vorfahren. Eine Forschergruppe will das Rätsel gelöst haben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.