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Altmaier interveniert : Handelsdeal mit Trump möglich

Trump gewährte der EU in letzter Minute einen Aufschub bis zum 1. Mai, um Zeit für weitere Verhandlungen zu schaffen. Bild: Reuters

Der Streit um Strafzölle zwischen der EU und den Vereinigten Staaten könnte bald beigelegt werden. Wirtschaftsminister Altmaier will nach F.A.S.-Informationen auf Washington zugehen und bemüht sich um eine gemeinsame Position der Europäer

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          Die Bundesregierung ist zuversichtlich, dass der Konflikt mit der amerikanischen Regierung über Strafzölle auf Stahl und Aluminium dauerhaft beigelegt werden kann. Sie sucht nach einer Lösung im beiderseitigen Interesse und erwägt mehrere Optionen. Dazu gehören auch geringere Einfuhrzölle auf amerikanische Autos in Europa. Außerdem kann sie sich mittelfristig Gespräche über eine Reform der Welthandelsorganisation vorstellen, um weitere Zollschranken abzubauen, aber auch höhere Arbeitsstandards festzuschreiben. Wie diese Zeitung aus mehreren Quellen erfuhr, signalisierte Wirtschaftsminister Peter Altmaier von der CDU seine Verhandlungsbereitschaft, als er Anfang der Woche in Washington war. Altmaier habe so Türen geöffnet, die schon zugeschlagen waren, hieß es. Ohne Altmaiers Intervention wären die von Präsident Trump verhängten Strafzölle am Freitag auch für die EU-Staaten in Kraft getreten. Trump gewährte in letzter Minute einen Aufschub bis zum 1. Mai, um Zeit für weitere Verhandlungen zu schaffen.

          Thomas Gutschker

          Redakteur im Ressort Politik in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Peter Carstens

          Politischer Korrespondent in Berlin

          In der Bundesregierung wird hervorgehoben, dass Altmaier sich eng mit der EU-Handelskommissarin abstimmte, die Mitte der Woche in Washington verhandelte – beide gaben einander praktisch die Klinke in die Hand. Altmaier war vereinzelt für seinen Vorstoß kritisiert worden. Er erachtete ihn jedoch als notwendig, nachdem Trump Anfang des Monats mit weiteren Strafzöllen auf europäische Autos gedroht hatte. Das richtete sich klar gegen Deutschland, das eine halbe Million Autos nach Amerika exportiert – mehr als jedes andere EU-Land.

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