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Pedro Castillo : Perus abgesetzter Präsident bittet um Asyl in Mexiko

  • Aktualisiert am

Perus abgesetzter Präsident am Mittwoch beim Händendruck mit seiner Nachfolgerin Dina Boluarte Bild: AP

Nachdem der abgesetzte peruanische Präsident Pedro Castillo vom Parlament abgesetzt wurde, hat er in Mexiko einen Asylantrag gestellt. Noch sitzt der Linkspolitiker in Lima in Untersuchungshaft.

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          Perus vom Parlament abgesetzter Präsident Pedro Castillo hat nach Angaben der mexikanischen Regierung einen formellen Asylantrag in Mexiko gestellt. Das teilte Mexikos linksgerichteter Staatspräsident Andres Manuel Lopez Obrador am Donnerstag (Ortszeit) laut lokalen Medienberichten mit. Der mexikanische Botschafter in Lima sei mit dem dort in Untersuchungshaft sitzenden Linkspolitiker in Kontakt.

          Castillo hatte in dieser Woche mit einer Auflösung des Parlaments und der Ausrufung des Ausnahmezustands eine Abstimmung über einen Misstrauensantrag zu verhindern versucht. Daraufhin warfen ihm Politiker des Regierungslagers wie auch der Opposition einen Putschversuch vor. Fast das gesamte Kabinett trat zurück. Zudem legt die Staatsanwaltschaft Castillo, seiner Familie sowie Vertrauten zur Last, ein Korruptionsnetzwerk betrieben zu haben. Der Kongress stimmte dem Misstrauensantrag zu und ernannte Vizepräsidenten Dina Boluarte zur neuen Präsidentin.

          Unterdessen rief die katholische Kirche in Peru zu Kooperation mit der neuen Präsidentin auf. „Wir müssen ihr mit konstruktiver Kritik helfen“, sagte Kardinal Pedro Barreto im Interview des Senders Kanal N. Nun müssten wieder die Probleme des Landes im Mittelpunkt stehen, so Barreto: der Amazonas, die Anden, die vergessenen Städte und die armen Bevölkerungsgruppen, so der Erzbischof von Huancayo.

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