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Peru in der Krise : Francisco Sagasti zum neuen Präsidenten gewählt

  • Aktualisiert am

Francisco Sagasti von der Morado-Partei Bild: EPA

Der Zentrumspolitiker und ehemalige Weltbank-Mitarbeiter steht vor einer schweren Aufgabe: Er soll das südamerikanische Land aus der Krise führen. Bis zum Ablauf der Legislaturperiode im Juli 2021 ist er nun im Amt.

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          Das peruanische Parlament hat den Zentrumspolitiker Francisco Sagasti zum neuen Präsidenten des Landes bestimmt. Mit der Wahl beendeten die Volksvertreter am Montag ein Machtvakuum, das nach dem Rücktritt von Übergangspräsident Manuel Merino und Parlamentspräsident Luis Valdez an der Spitze des südamerikanischen Staates entstanden war. Der 76-jährige ausgebildete Ingenieur soll das Land nun aus der politischen Krise führen.

          Der ehemalige Beamte der Weltbank wurde von den Abgeordneten zunächst zum Parlamentspräsident gewählt. Dieser wird nach der peruanischen Verfassung automatisch Staatsoberhaupt, wenn das Präsidentenamt unbesetzt ist. Sagasti bleibt nun bis zum Ablauf der Legislaturperiode am 28. Juli 2021 im Amt.

          Sagasti ist bereits der dritte Präsident des lateinamerikanischen Landes innerhalb von nur einer Woche. Am Montag waren die Abgeordneten des Parlaments zunächst gescheitert, einen Nachfolge-Kandidaten für Merino zu bestimmen. Bei einer ersten Abstimmung über eine Nachfolgerin Merinos verfehlte die linke Abgeordnete und frühere Menschenrechtsaktivistin Rocío Silva Santisteban in der Nacht zum Montag die nötigen 60 Stimmen im Parlament.

          Der bisherige Parlamentspräsident Merino von der Mitte-Rechts-Partei Acción Popular hatte am vergangenen Dienstag nach der Absetzung seines Vorgängers Martín Vizcarra kommissarisch das Präsidentenamt des südamerikanischen Landes angetreten. Am Sonntag gab Merino dann seinen Rücktritt in einer Fernsehansprache bekannt.

          Derweil eröffnete die Staatsanwaltschaft in Lima am Montag ein Ermittlungsverfahren gegen Merino, nachdem bei gewaltsamen Protesten gegen den Übergangspräsidenten am Samstag zwei Demonstranten getötet worden waren.

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