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Peruanische Guerrilla : Geiseln des „Leuchtenden Pfads“ nach 25 Jahren befreit

  • Aktualisiert am

39 Geiseln befreite die peruanische Armee Bild: dpa

In Peru hat die Armee 39 Geiseln befreit. Einige der Frauen waren vor mehr als zwanzig Jahren von der Guerrillagruppe „Sendero Luminoso“ verschleppt worden.

          Die peruanische Armee hat in einer Militäroperation 13 Erwachsene und 26 Kinder aus der Hand der linksextremen Guerrillagruppe „Sendero Luminoso“ befreit. Bei den Erwachsenen handelt es sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums mehrheitlich um Frauen, die teilweise seit 25 Jahren in der Gewalt der Rebellen waren.

          Einige Kinder im Alter von ein bis vierzehn Jahren sollen bei Vergewaltigungen seitens der Geiselnehmer gezeugt worden sein, andere seien aus naheliegenden Dörfern verschleppt worden. Mit 13 oder 14 Jahren seien die Kinder in die Reihen der „Senderos“ integriert worden. Einige der Geiseln sollen nach Militärangaben so lange in Gefangenschaft gewesen sein, dass sie zunächst Angst vor den Befreiern gehabt hätten.

          Mehr als 120 Soldaten und vier Hubschrauber waren an der Befreiung in einer dicht bewaldeten Bergregion im peruanischen Vrae-Tal beteiligt. Eine Geisel, der vor einem Monat die Flucht gelang, hatte die Einsatzkräfte zum Versteck der Geiseln geführt.

          Bei Auseinandersetzungen zwischen dem „Sendero Luminoso“ und staatlichen Sicherheitskräften waren zwischen 1980 und 2000 fast 70.000 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten Opfer waren indigene Bauern. Im Gegensatz zu vielen anderen Bürgerkriegen in der Region war in Peru die Guerrilla für einen Großteil der Toten verantwortlich. Heute widmen sich die Rebellen vor allem dem Drogenhandel.

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