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Politische Unruhen in Peru : Staatsstreich verhindert, Präsident verhaftet

Der ehemalige peruanische Präsident Pedro Castillo (Zweiter von links) mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Aníbal Torres (links) bei Korruptionsermittlern der Staatsanwaltschaft Bild: AFP

Peru wird von einer politischen Krise erschüttert. Dina Boluarte ist als neue Präsidentin vereidigt. Ihr festgenommener Vorgänger wird derweil von der Staatsanwaltschaft verhört.

          3 Min.

          Peru hat am Mittwoch Stunden des politischen Chaos und einen fulminanten Präsidentenwechsel erlebt. Um einem weiteren Absetzungsverfahren im Kongress zu entgehen, hatte der bisherige Präsident Pedro Castillo eigenmächtig und gegen die Verfassung beschlossen, den Kongress aufzulösen und eine „Notstandsregierung“ zu bilden.

          Tjerk Brühwiller
          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          Castillo war ganz offensichtlich allein mit seinem Vorstoß, der nicht nur von der Opposition, sondern auch aus den eigenen Reihen, von der Armee und der Justiz als ein versuchter Selbstputsch gewertet wurde. Mehrere Minister, Beamte und Diplomaten reichten nach Castillos Ankündigung ihren Rücktritt ein. Armee und Polizei verurteilten das Vorgehen als Staatsstreich.

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