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Zwischenfall im Golf : Iranische Boote provozieren amerikanische Kriegsschiffe

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Zwei Boote der iranischen Revolutionsgarden nähern sich am 15. April 2020 dem amerikanischen Zerstörer USS Paul Hamilton im Norden des Persischen Golfs. Bild: Reuters

„Gefährlich“ und „provozierend“ sollen sich Boote der Revolutionsgarden sechs Kriegsschiffen der Vereinigten Staaten genähert haben. Der Zwischenfall ereignete sich während einer Übung des amerikanischen Militärs im Norden des Persischen Golfs.

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          Elf Boote der Iranischen Revolutionsgarden haben sich nach Angaben des amerikanischen Militärs wiederholt „gefährlich“ und „provozierend“ Kriegsschiffen der Vereinigten Staaten genähert. Sie hätten sich den sechs amerikanischen Schiffen im Norden des Persischen Golfes mit hoher Geschwindigkeit zum Teil auf weniger als zehn Meter genähert, erklärte die in Bahrain stationierte Fünfte Flotte des amerikanischen Militärs am Mittwochabend.

          Teilweise wären die iranischen Schiffe dem amerikanischen Boot „Maui“ bis auf etwa neun Meter nahe gekommen. Die Amerikaner hätten mehrere Warnungen über Funk, Schiffssirenen und akustische Langstrecken-Marker abgegeben. Die iranischen Schiffe seien nach etwa einer Stunde weitergefahren, hieß es in der Erklärung weiter. In den iranischen Medien wurde der Vorfall nicht erwähnt.

          Mit ihrem provozierenden Verhalten hätten sie gegen die Sicherheitsregeln der Schifffahrt und internationales Recht verstoßen, erklärten die amerikanischen Streitkräfte. Der Zwischenfall ereignete sich demnach in internationalen Gewässern während einer Übung, an der auch Kampfhubschrauber vom Typ Apache beteiligt waren. Die Vereinigten Staaten haben Irans Revolutionsgarden als Terrororganisation eingestuft.

          Die Spannungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten nahmen Anfang des Jahres zu, nachdem die Vereinigten Staaten Qassem Soleimani, den Kommandeur der Quds-Brigaden, bei einem Drohnenangriff im Irak getötet hatten.

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