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Skandal um Tennisspielerin : Ein Zeichen gegen Zensur, Zwang und Einschüchterung

Peng Shuai im Jahr 2018 in Madrid Bild: Reuters

Geht es um China-Kritik, sind Sportverbände wegen des Geschäfts schon oft eingeknickt. Der Tennis-Verband WTA macht im brisanten Fall Peng Shuai alles anders – und setzt vor den Olympischen Winterspielen ein einmaliges Zeichen.

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          Die internationale Damentennis-Organisation WTA hat ihre Drohung gegenüber China wahr gemacht. WTA-Chef Steve Simon verkündete am Mittwochabend die „sofortige Einstellung aller WTA-Turniere in China, inklusive Hongkong“. Er könne Spielerinnen nicht guten Gewissens dort antreten lassen, solange Peng Shuai, die frühere Weltranglisten-Erste im Doppel, nicht frei über ihren Vorwurf der sexuellen Nötigung durch einen früheren hohen Parteifunktionär sprechen dürfe und weil sie wohl gezwungen worden sei, diese Anschuldigung zu widerrufen. „Ich bin auch in großer Sorge über die Risiken, mit denen alle unsere Spielerinnen und Mitarbeiter konfrontiert sein könnten, wenn wir 2022 in China Veranstaltungen abhalten würden“, schrieb Simon auf der Website seiner Organisation.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          Der WTA-Chef erhöht damit den Druck auf Peking und nährt abermals die Debatte um einen diplomatischen Boykott der Olympischen Winterspiele im Februar. Simon äußerte die Hoffnung, dass „Führer weltweit sich unabhängig von finanziellen Folgen weiter dafür einsetzen werden, dass Peng und allen Frauen Gerechtigkeit widerfahren kann“.

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