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Wahlen in Moldau : Im Sumpf der Korruption in Europas Namen

Plakate von Präsident Dodon hängen in Chișinău neben denen der Regierungspartei. Bild: AFP

In Moldau haben die „proeuropäischen“ Kräfte das Land heruntergewirtschaftet. Bei der Wahl am Sonntag sehen die von Moskau unterstützten Sozialisten ihre Chance.

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          Igor Dodon will nicht als prorussischer Politiker bezeichnet werden. „Ich bin promoldauisch“, sagt Moldaus Präsident. „Wenn man Moldau in ,prorussisch‘ und ,proeuropäisch‘ aufteilt, zerreißt man das Volk in zwei Teile.“ Denn, so erklärt er, in Moldau gebe es Regionen, in denen seien neunzig Prozent der Menschen für eine enge Freundschaft mit Russland, und in anderen Gegenden, da wollten siebzig Prozent lieber mit der EU befreundet sein.

          Reinhard Veser

          Redakteur in der Politik.

          Der einzige Weg, das Land zu erhalten, sei deshalb eine „promoldauische“ Politik: „Sonst hat man sofort Halbe-Halbe, oder sechzig-vierzig in die eine oder andere Richtung – und dann teilt sich die politische Elite des Landes nicht an der Frage, was man für die Menschen tun soll, sondern daran, mit wem Du gegen wen befreundet bist.“

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