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Christsoziale stärkste Kraft : Regierungsbündnis verteidigt Mehrheit knapp

  • Aktualisiert am

Luxemburgs Premierminister, Xavier Bettel, gibt seine Stimme für die dortigen Parlamentswahlen ab. Bild: EPA

Mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem Sitz verteidigt das Regierungsbündnis von Premierminister Xavier Bettel seine Mehrheit. Gespräche über einen Fortbestand der Koalition stehen allerdings noch aus.

          Luxemburgs Dreier-Koalition von Liberalen, Sozialdemokraten und Grünen kann weiter regieren. Bei der Parlamentswahl am Sonntag hat das seit 2013 regierende Bündnis seine Mehrheit in der Abgeordnetenkammer knapp verteidigt. „Die Mehrheit ist nicht abgewählt“, sagte Regierungschef Xavier Bettel (45) und ließ sich von seinen Parteifreunden feiern. Es sei „ein phantastisches Resultat“.

          Nach Angaben des Wahlleiters kommt das Bündnis auf 31 der insgesamt 60 Sitze im Parlament des Großherzogtums. Bettels liberale Demokratische Partei (DP) verlor im Vergleich zu 2013 einen Sitz und errang 12 Mandate. Die Sozialdemokraten kamen auf zehn Sitze, drei weniger als zuvor. Großer Gewinner der Regierungsparteien waren die Grünen, die mit 9 Mandaten drei dazugewinnen konnten.

          Bettel betonte, es habe noch keine offiziellen Gespräche über eine Neuauflage der Dreier-Koalition gegeben. Vor der Wahl hatte er aber immer wieder betont, das Bündnis fortsetzen zu wollen.

          Die Christlich Soziale Volkspartei verfehlte ihr erklärtes Wahlziel, eine abermalige Mehrheit der Regierungskoalition zu verhindern. Mit 21 Sitzen wurde sie aber wieder stärkste Partei, obwohl sie zwei Mandate im Vergleich zu 2013 verlor. In Luxemburg waren am  Sonntag rund 257.000 Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgerufen. Auf Kritik stieß, dass die vielen ausländischen Einwohner des kleinen EU-Landes, die etwa die Hälfte der Bevölkerung stellen, kein Wahlrecht haben.

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