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Parlamentswahl : Pakistaner sollen am 18. Februar wählen

  • Aktualisiert am

Die Lage in Pakistan hat sich etwas entspannt Bild: AFP

Die Parlamentswahl in Pakistan wird trotz Protesten der Opposition auf den 18. Februar verschoben. Das gab der Leiter der Wahlkommission in Islamabad bekannt. Er begründete die Entscheidung mit dem Chaos nach der Ermordung Benazir Bhuttos.

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          Die Parlamentswahl in Pakistan wird auf den 18. Februar verschoben. Das gab der Leiter der Wahlkommission, Qazi Mohammed Farooq, am Mittwoch in Islamabad bekannt. Zur Begründung verwies er auf das Chaos nach dem Attentat auf die Oppositionsführerin Benazir Bhutto. „Der Wahlprozess ist für ein paar Tage völlig zum Stillstand gekommen.“ Randalierer hätten in Bhuttos Heimatprovinz Sindh zehn Wahlbüros niedergebrannt und Wählerlisten sowie Wahlurnen zerstört. Auch sei man dem Druck und der Verteilung von Stimmzetteln nicht mehr nachgekommen. Deshalb sei die Verschiebung unumgänglich geworden.

          Der Opposition kommt die Verschiebung der Wahl ungelegen. Bhuttos Pakistanische Volkspartei (PPP) und die Muslimliga von Nawaz Sharif (PML-N) hatten zugesagt, an der Wahl teilzunehmen, sich aber gegen eine Verlegung des Termins ausgesprochen. „Das pakistanische Volk soll über seine Zukunft entscheiden, und der Zeitpunkt dafür ist jetzt“, sagte Bhuttos Witwer Asif Ali Zardari als neuer stellvertretender Vorsitzender der PPP in einer gemeinsamen Stellungnahme mit Sharif.

          „Ein Tribut an Benazir Bhutto“

          Die Wahl solle wie geplant am nächsten Dienstag stattfinden. „Das wäre nicht nur ein Tribut an das Gedenken an Benazir Bhutto, sondern auch eine Bestätigung der demokratischen Grundwerte, für die sie gestorben ist“, erklärten die beiden Parteiführer. Angesichts der wütenden Proteste gegen Musharraf nach dem Anschlag auf Bhutto vergangene Woche hätte die Opposition am regulären Wahltermin mit einem klaren Sieg rechnen können.

          Pakistan : Fernsehsender zeigt angebliche Bhutto-Attentäter

          Bhuttos Familie bestätigte am Dienstag Regierungsangaben, wonach sie ausdrücklich auf eine Autopsie des Leichnams verzichtet habe. Die gerichtsmedizinische Untersuchung sei einfach nicht nötig gewesen, weil die Todesursache eindeutig ein Kopfschuss gewesen sei, sagte Bhuttos Witwer Asif Ali Zardari. Die Behörden hatten als Todesursache dagegen einen Schädelbruch genannt, den Bhutto bei dem Selbstmordanschlag erlitten habe. (Siehe auch: Pakistan: Wer löst den Mordfall Benazir Bhutto?

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